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Titus Engel

* 1975 in Zürich; lebt in Berlin

Musikalische Leitung

Titus Engel studierte Musikwissenschaften und Philosophie in Zürich und Berlin sowie Dirigieren in Dresden. Neben seiner Beschäftigung mit neuer Musik und sinfonischen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts hegt er eine tiefe Leidenschaft für Barockmusik und historische Aufführungspraxis. 2020 wurde er vom Magazin Opernwelt als Dirigent des Jahres ausgezeichnet. Gastdirigate führten ihn u. a. zum Orchestre de l’Opéra de Paris, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Philharmonia Orchestra, Mozarteumorchester Salzburg, Mahler Chamber Orchestra sowie zu den Kammerorchestern in Zürich, München und Basel. 2000 gab er sein Operndebüt mit der Uraufführung von Benjamin Schweitzers Jakob von Gunten in Dresden. Seitdem leitete er u. a. Aufführungen von Monteverdi, Telemann, Mozart, Offenbach, Wagner, Berg und Nunez sowie Uraufführungen von Leo Dick, Olga Neuwirth, Rebecca Saunders und Bernhard Gander, u. a. bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festspielen, dem Lucerne Festival sowie am Wiener Konzerthaus. Titus Engel ist regelmäßiger Gast bei großen europäischen Orchestern und führenden Ensembles für zeitgenössische Musik, darunter Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Collegium Novum Zürich und Remix Ensemble. Gemeinsam mit Lydia Steier brachte er 2016 Stockhausens Donnerstag auf die Bühne des Theater Basel; 2017 folgte Chaya Czernowins Oper Infinite Now an der Opera Vlaanderen, am Nationaltheater Mannheim und an der Philharmonie de Paris; 2018 war er mit Musik von Charles Ives in Christoph Marthalers Inszenierung Universe, incomplete bei der Ruhrtriennale und mit der Uraufführung von Michael Wertmüllers Oper Diodati. Unendlich in Basel zu Gast. 2019 folgte die Schweizer Erstaufführung von Philip Glass’ Oper Einstein on the Beach am Grand Théâtre de Genève. Mit Ravels L’Enfant et les Sortilèges debütierte er an der Opéra de Lyon und in Muscat (Oman), ehe er in Stuttgart Mussorgskis Boris Godunow in der Neuinszenierung von Paul-Georg Dittrich verzahnt mit der Uraufführung von Sergej Newskis Secondhand-Zeit dirigierte. In der Saison 2020/2021 dirigierte er erneut in Lyon (Bartóks Herzog Blaubarts Burg), das SWR Symphonieorchester bei den Donaueschinger Musiktagen, das Klangforum Wien bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik und das Slovenian Philharmonic Orchestra in Ljubljana. Im Sommer 2021 ist er mit Wagners Lohengrin bei den Tiroler Festspielen Erl sowie mit Michael Wertmüllers Uraufführung D.I.E. bei der Ruhrtriennale zu Gast. In die neue Saison 2021/2022 startete er an der Oper Frankfurt mit Strauss’ Salome und Nielsens Maskerade.