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Michael Hersch

* 1971 in Washington, D. C.; lebt in Baltimore, Maryland

Komposition

Als Komponist von «kompromissloser Brillanz» (Washington Post), dessen Werk die New York Times als «eingängig fesselnde und emotional transformierende Musik […], klaustrophobisch und berauschend zugleich, mit Momenten erhabener Schönheit, die sich in Dickichte dunkler Virtuosität schmiegen» beschrieben hat, gehört Michael Hersch zu den meistbeachteten Komponisten seiner Generation. The Philadelphia Inquirer schrieb, «Herschs Sprache scheut nie davor zurück, in den Abgrund zu stürzen», und der Komponist Georg Friedrich Haas nannte Hersch einen «erstaunlichen Musiker, einen dieser seltenen Art von Künstlern, die gänzlich mit ihrer Kunst zusammenwachsen». Unter vielen anderen hat er neue Werke für das Orpheus Chamber Orchestra, das Cleveland Orchestra, das Ensemble Klang, das Aldeburgh Festival, die Violonistin Patricia Kopatchinskaja und die Library of Congress geschrieben. 2014 wurde von den New York Philharmonic sein Werk für Sologeige of sorrow born: seven elegies uraufgeführt. 2018 wurde er Composer in Residence des Ojai Music Festivals, wo seine Komposition I hope we get a chance to visit soon uraufgeführt wurde. Zu seinen zahlreichen Projekten zählen das Monodrama On the Threshold of Winter, das in New York, Chicago, Salt Lake City und Washington, D. C., präsentiert wurde, Aufführungen des Kreutzer Quartets von Images from a Closed Ward in Großbritannien und Schweden, Aufführungen seines Violin Concerto beim Lucerne Festival und beim Avanti Festival in Helsinki sowie Aufnahmen seiner Kompositionen mit den renommierten FLUX Quartet. 2020 wurde er Composer in Residence der Camerata Bern, und sein Werk the script of storms wurde vom BBC Symphony Orchestra uraufgeführt. Als Pianist, der von International Piano für seine «erstaunliche Fertigkeit an der Tastatur» hochgelobt wurde, trat er weltweit auf, u. a. beim Aldeburgh Festival, Festival Dag in de Branding Den Haag, Romaeuropa Festival, im Warhol Museum, in der Phillips Collection in Washington und in der Carnegie Recital Hall auf. Er erhielt den Rom-Preis, den Berlin-Preis, ein Guggenheim Fellowship für Komposition, ein Goddard Lieberson Fellowship sowie ein Charles Ives Scholarship der American Academy of Arts & Letters. 2019 fand im Rahmen von Wien Modern die 12-stündige Gesamturaufführung seiner Trilogie sew me into a shroud of leaves statt; 2021 wird seine Oper Poppaea bei Wien Modern uraufgeführt.