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Charles Uzor

* 1961 in Udo Mbaise (Nigeria); lebt in St. Gallen und Sifnos (Griechenland)

Komposition

Charles Uzor studierte Oboe und Komposition in Rom, Bern, Zürich und London (Oboe bei Gordon Hunt, Komposition bei Hans Ulrich Lehmann und Hans Werner Henze). Nach der Gründung des Ensemble La Notte arbeitete Uzor mit verschiedenen Künstler*innen in den Bereichen Kunst, Tanz und Literatur. Sein Schaffen umfasst Opern, Tanz-, Orchester- und Chorwerke, wobei das Hauptinteresse auf Werken für Stimme und kleine Besetzungen, oft in Verbindung mit Elektronik, liegt. Die frühe Inspiration durch Edmund Husserls Phänomenologie führte zur Dissertation über Melodie und innerliches Zeitbewusstsein. Es folgten das Opern-Fragment Echnaton, das Ballett Go, Ricercare (Klavierkonzert), ein Violinkonzert, und Stücke in der Auseinandersetzung mit Guillaume de Machaut und Beatrix de Dia: qui plus aime … (Perkussionsquartett), a chantar m’er de so q’ieu no voldria … (Klarinettenquintett), qui ainsi me refait … veoir seulement et oïr (Gitarrenquartett). Seit zehn Jahren beschäftigt sich Uzor mit den Phänomenen Mimikry und Qualia, der Philosophie Derek Parfits und den Aspekten der Identität. Es entstanden die Werke sweet amygdala, Varek, der Ave Maria- und Mimicri-Zyklus (spleen.mimicri, sephardic lilt.mimicri, Nri.mimicri) sowie die jüngsten Werke Mothertongue, Songs on poems by Giorgos Seferis, 8´46´´, Bodycam exhibit 3, George Floyd in memoriam und Hier in diesem zierl’chen Prunkgebäude nach Texten von Robert Walser. Seit fünf Jahren arbeitet Charles Uzor an der Oper Leopold II. Seine Werke wurden im In- und Ausland aufgeführt und im Rundfunk ausgestrahlt; vier CDs erschienen bei Col legno und Neos.