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Anna Dąbrowska-Lyons

* 1960 in Warschau; lebt in London

Fotografie

Ende der 1970er-Jahre schloss sich Anna Dąbrowska-Lyons der kurz davor gegründeten ersten Punk-«Crew» in Warschau an. Sie war damit eine der ersten Frauen, die diesem stark männerdominierten Milieu angehörte. Ihre erste Ausstellung hatte sie 1983 in der renommierten Desa-Galerie in Warschau. 1984 folgte eine Ausstellung in der Irena-Jarosińska-Galerie und ein Jahr später in der Galerie Za Żelazną Bramą, beide in Warschau. 1986 emigrierte Anna Dąbrowska nach Großbritannien. Anfangs lebte sie in einem besetzten Haus in London und arbeitete u. a. in einem Coffee Shop. Obwohl die Emigration zeitweise ihre Karriere als Fotografin verhinderte, stellte sie 1987 ihre Arbeiten erneut aus, diesmal im Londoner Cockpit Theatre. In den Folgejahren präsentierte sie ihre Arbeiten in Galerien in Amsterdam, London, Berlin und Warschau. Anna Dąbrowska-Lyons sah sich von Anfang an nicht als Dokumentaristin, sondern als Künstlerin, die zur Entstehung des Punk-Stils beigetragen hat. In den letzten dreißig Jahren widmete sie sich vorwiegend der künstlerischen Fotografie, insbesondere der Porträtfotografie, wobei sie von Beginn an in ihre Werke konsequent den Stil und die Poesie und Mode der Punkkultur einbrachte. Ihre Fotografien – nicht nur ihre Porträts, sondern auch ihre fotografischen Dokumente von Rockkonzerten – sind dynamisch, ausdrucksstark und oft humorvoll. 1999 erschien ihr Band Polski Punk 1978−1982, der erste seiner Art in Polen. 2003 schloss Anna Dąbrowska-Lyons ein postgraduales Studium der Fotografie an der Central Saint Martins University of the Arts London ab.