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Pia Palme

Pia Palme

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Musiktheater, Zum Eintauchen

Pia Palme: Wechselwirkung

Programm

  • Pia PalmeWechselwirkung (2019–2020)

Mitwirkende

  • PHACE
  • Sonja Leipold:Cembalo
  • Molly McDolan:Oboe da caccia
  • Ana Ines Feola:Oboe da caccia
  • Juliet Fraser:Stimme, Tanz
  • Sabine Wiesenbauer:Licht
  • Christina Bauer:Klangregie, Live-Elektronik
  • Christina Lessiak:Künstlerische Mitarbeit
  • Irene Lehmann:Dramaturgische Beratung
  • Paola Bianchi:Konzept, Choreografie, Tanz
  • Pia Palme:Idee, Konzeption, Komposition, Texte
  • Lars Mlekusch:Dirigent

Ein musikalisch-choreografisches Forschungsteam um Pia Palme macht sich behutsam auf die Suche nach Musiktheaterformen fürs Anthropozän.
 

Körper bewegen, im Raum. Sie singt, keucht, atmet – stehend, drehend – sie kniet, liegt, rollt vor meinen Füßen, ihre hohe Stimme wandert mit, bis in meine Sohlen kann ich sie hören. Verliere mich in diesen angespannten Körpern, die quer über den Tanzboden kriechen. Zittern. In solcher Nähe zu diesen Menschen. Hör jetzt nicht auf zu singen! Sie erinnert sich: an die Einsamkeit. Sie möchte allein sein und doch nicht. Der Klang der Worte fasziniert sie, lesend hört sie nach innen: Lasciatemi mori, damals wie heute. Sie seufzt: Wie probt man, wie komponiert man, und, wie bitte, plant man erfolgreich eine Musiktheateraufführung während dieser Pandemie?

Sie denkt und schreibt: 
Wie denn eine Brücke schlagen zu einem anderen Ufer,
das sich windet,
verkrochen im Nebel nicht zu vermessen ist?

Der transdisziplinäre Zusammenschluss bestehend aus der Komponistin Pia Palme, der Tänzerin/Choreografin Paola Bianchi, der Sängerin Juliet Fraser, der Theaterwissenschaftlerin Irene Lehmann und der Musikologin Christina Lessiak arbeitet seit 2019 künstlerisch-forschend an «Wechselwirkung» und weiteren Projekten in Graz und Wien. Diese wachsende kollaborative Struktur rund um Pia Palme entwickelte sich aus vorangehenden Projekten mit Juliet Fraser (seit 2012, 2015 Mordacious Lips, to Dust) und Paola Bianchi (2013, ABSTRIAL). Die experimentelle Arbeitsweise der Gruppe lebt von der wechselseitigen Beeinflussung der individuellen Akteur*innen und vom Ineinandergreifen der unterschiedlichen Praktiken und Wissensvorräte. (Pia Palme)

Produktion FWF PEEK Projekt »On the fragility of Sounds« AR 537
mit Unterstützung der Kunstuniversität Graz
Koproduktion Wien Modern