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Brian Ferneyhough

* 1943 Coventry (England)

Komposition

Brian Ferneyhough erhielt seine musikalische Ausbildung an der Birmingham School Of Music und an der Royal Academy of Music London. Dank eines Mendelssohn-Bartholdy-Stipendiums konnte er seine Studien 1968 bei Ton de Leeuw in Amsterdam fortzufahren. Es folgte ein Stipendium für das Studium bei Klaus Huber an der Musik-Akademie Basel.

Brian Ferneyhoughs Kompositionen werden seit den späten 1960er-Jahren weltweit zur Aufführung gebracht und bei den bedeutendsten europäischen Festivals für zeitgenössische Musik vorgestellt. Seit den 1970er-Jahren zählt er zu den einflussreichsten Komponisten seiner Generation.

2004 wurde seine Oper Shadowtime über Walter Benjamin bei der Münchener Biennale uraufgeführt. Werke der letzten Jahre sind u. a. Inconjunctions (2014), Contraccolpi (2016) sowie die Sammlung Umbrations (2001−2017), die von Arditti Quartet und Ensemble Modern bei den Wittener Tage für Neue Kammermusik uraufgeführt wurde.

Brian Ferneyhough unterrichtete Komposition an der Musikhochschule Freiburg, an der Civica Scuola di Musica Mailand, am Königlichen Konservatorium Den Haag sowie an der University of California San Diego. Im Jänner 2000 wurde er Fakultätsmitglied an der Stanford University und bald darauf zum William H. Bonsall Professor in Music ernannt. Er unterrichtete zudem im Rahmen internationaler Meisterklassen, u. a. bei den Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, deren Kompositionskurse er zwischen 1984 und 1996 koordinierte, sowie bei der Fondation Royaumont Paris.

1968, 1969 und 1970 erhielt er Kompositionspreise beim Gaudeamus-Wettbewerb; 1972 wurde er von der italienischen Abteilung der ISCM ausgezeichnet, 1974 erhielt er einen Sonderpreis für Time and Motion Study III; 2007 erhielt er den Ernst von Siemens Musikpreis. Er wurde zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Bayrischen Akademie der Schönen Künste und der Royal Academy of Music.