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Ingo Metzmacher

* 1957 in Hannover

Musikalische Leitung

Ingo Metzmacher studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren Hannover, Köln und Salzburg. 1980 fand er sein erstes festes Engagement beim Ensemble Modern, wo er zunächst als Pianist und ab 1985 als Dirigent tätig war. Von 1985 bis 1987 war er Korrepetitor an der Oper Frankfurt und gab dort 1987 sein Debüt als Operndirigent mit Mozarts Le Nozze di Figaro. Seine internationale Karriere begann 1988 während der Ära von Gerard Mortier am Brüsseler Opernhaus La Monnaie. Von 1997 bis 2005 war er Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper; von 2005 bis 2008 Chefdirigent an der Niederländischen Nationaloper Amsterdam. Von 2007 bis 2010 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Seit Beginn seiner Karriere setzt sich Ingo Metzmacher vor allem für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ein, u. a. dirigierte er Hans Werner Henzes 9. Sinfonie mit den Berliner Philharmonikern, die Gesamteinspielung der Sinfonien von Karl Amadeus Hartmann mit den Bamberger Symphonikern, Olivier Messiaens Eclairs sur l'Au-delà … mit den Wiener Philharmonikern.

Ingo Metzmacher ist regelmäßiger Gast an weltweit bedeutenden Opernhäusern, u. a. am Royal Opera House Covent Garden, am Opernhaus Zürich, an der Mailänder Scala, am Teatro Real in Madrid, an der Wiener Staatsoper, Berliner Staatsoper und Pariser Oper. Am Grand Théâtre de Genève dirigierte 2013 er Wagners Ring des Nibelungen; bei den Salzburger Festspielen dirigierte er u. a. die Uraufführung von Wolfgang Rihms Oper Dionysos (2010) sowie Musiktheaterwerke von Luigi Nono (Al gran sole carico d’amore, 2009), Bernd Alois Zimmermann (Die Soldaten, 2012), Harrison Birtwistle (Gawain, 2013), Franz Schubert (Fierrabras, 2014), Wolfgang Rihm (Die Eroberung von Mexico, 2015) und George Enescu (Oedipe, 2019). Daneben leitet er regelmäßig Konzerte mit führenden Orchestern, darunter Berliner und Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Concertgebouw Orchester, Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Tschechische Philharmonie, Russisches Nationalorchester, Sankt Petersburger Philharmoniker, BBC Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Bamberger Symphoniker, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, NDR Elbphilharmonie Orchester und Ensemble Modern.

In seinem Buch Keine Angst vor neuen Tönen (2005) legte er ein wichtiges Plädoyer für wegweisende Komponisten wie Charles Ives, Olivier Messiaen, Arnold Schönberg, Edgard Varèse, Karlheinz Stockhausen und John Cage vor; sein Buch Vorhang auf! Oper entdecken und erleben folgte 2009.

Seit 2016 ist Ingo Metzmacher Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover. In der Spielzeit 2018/19 dirigierte er die Uraufführung von Johannes Maria Stauds Die Weiden in Wien ebenso wie die französische Erstaufführung von Rihms Jakob Lenz beim Festival d’Aix-en-Provence.

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