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Germán Toro Pérez

* 1964 in Bogotá; lebt in Hofstatt bei Wien

Komposition

«Meine Musik war von Anfang an durch das Bestreben getrieben, Aspekte des Lebens, des Alltags und der Wirklichkeit als Ausgangspunkt zu nehmen und durch Abstraktionsprozesse in musikalische Form zu verwandeln. Besonders durch die Beschäftigung mit Literatur habe ich mich mit Themen befasst, die existenzielle Kerne berühren: die widersprüchliche, prismatische Identität des modernen Menschen und das Wort als Basis der Konstruktion von Welten. In den Werken von José María Arguedas und Juan Rulfo habe ich die in der Sprache verschlüsselte Grundlage der modernen lateinamerikanischen Kultur vernommen.» (Germán Toro Pérez)

Germán Toro Pérez studierte Komposition an der damalige Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien bei Erich Urbanner und absolvierte anschließend den Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien. Von 1999 bis 2007 kehrte er als Dozent im Bereich Computermusik und elektroakustische Komposition an die Wiener Musikhochschule zurück. Seit 2007 ist er Professor für elektroakustische Komposition und Leiter des renommierten Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Seine bisherige Arbeit besteht aus Kompositionen für Orchester, Instrumental- und Vokalensemble, Kammermusik mit und ohne Elektronik, elektroakustischer Musik, Klangkunst sowie Arbeiten in Zusammenhang mit grafischem Design, Video und bildender Kunst. 2017 wurde sein Musiktheaterstück Reise nach Comala uraufgeführt, das unterschiedliche Erfahrungen im Bereich vokaler, instrumentaler und elektroakustischer Komposition vereint. In den letzten Jahren sind zunehmend Publikationen in den Bereichen Kompositionstheorie, Ästhetik und Aufführungspraxis elektroakustischer Musik sowie künstlerische Forschung entstanden.

www.toro-perez.com

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