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Gérard Grisey

* 1946 in Belfort (Frankreich); † 1998 in Paris

Komposition

Gérard Grisey begann im Alter von neun Jahren mit ersten eigenen Kompositionen und studierte später zuerst Akkordeon am Hochschulinstitut für Musik Trossingen und danach Harmonielehre und Kontrapunkt sowie Musikwissenschaft und Klavier am Conservatoire de Paris. Von 1968 bis 1972 besuchte er die Kompositionsklasse von Olivier Messiaen; 1968 nahm er Unterricht bei Henri Dutilleux an der École Normale de Musique de Paris und beschäftigte sich mit elektroakustischen Techniken bei Jean-Étienne Marie. 1972 lernte er während seines Aufenthalts in der Villa Medici die Musik Giacinto Scelsis kennen und nahm während der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt an Seminaren von György Ligeti, Karlheinz Stockhausen und Iannis Xenakis teil. 1973 war Gérard Grisey maßgeblich an der Gründung der Groupe l’Itinéraire und des Ensembles l’Itinéraire beteiligt. 1975 besuchte er Akustikkurse bei Émile Leipp an der Université de Jussieu und baute auf deren Grundlage u. a. später seine Untersuchungen klanglicher Phänomene auf, die ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der Spektralmusik werden ließen. Ab 1982 lehrte er an der University of California in Berkeley, ab 1986 als Professor für Instrumentation und Komposition am Pariser Konservatorium.

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