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Georg Friedrich Haas

* 1953 Graz; lebt in New York City

Komposition

Georg Friedrich Haas wuchs in Vorarlberg auf und studierte Komposition und Klavier an der Grazer Musikhochschule, absolvierte ein postgraduelles Studium bei Friedrich Cerha in Wien und ging 1991 für ein Stage d’informatique musicale pour compositeurs an das IRCAM Paris. 1999 war er Next-Generation-Komponist bei den Salzburger Festspielen, 2011 Composer in Residence des Lucerne Festival, 2014 stand sein Schaffen im Mittelpunkt von Wien Modern, wo u. a. das Arditti Quartet seine bis dahin komponierten Streichquartette spielte. Bedeutende Symphonieorchester haben Werke von ihm zur Uraufführung gebracht, darunter das Mozarteum Orchester Salzburg (Sieben Klangräume, 2005), das Cleveland Orchestra (Poème, 2006), die Münchner Philharmoniker (Bruchstück, 2007), das ORF Radio-Symphonieorchester Wien (Klavierkonzert, 2007), das WDR Sinfonieorchester (Saxophonkonzert, 2008), das Gewandhausorchester Leipzig (Traum in des Sommers Nacht, 2009), das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg (limited appoximations für 6 Klaviere im Vierteltonabstand und Orchester, 2010), das Münchner Kammerorchester (chants oubliés, 2011) und die Berliner Philharmoniker (dark dreams, 2014). Seine Oper Morgen und Abend, nach einem Libretto von Jon Fosse, wurde 2015 am Royal Opera House Covent Garden in London uraufgeführt. Georg Friedrich Haas’ wohl meistgespieltes Werk ist sein Ensemblestück in vain (2000), das teilweise in völliger Dunkelheit aufzuführen ist.

Ab 2008 war er Kompositionsprofessor an der Hochschule für Musik Basel, seit 2013 lehrt er Komposition an der Columbia University New York.

Georg Friedrich Haas wurde mit zahlreichen Kompositionspreisen sowie 2007 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Er ist Mitglied des österreichischen Kunstsenats, der Akademie der Künste Berlin und der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

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