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Terry Riley

Komposition

* 1935 in Colfax, Kalifornien (USA); lebt North San Juan, Kalifornien

Bereits ab Mitte der 1950er-Jahre trat Terrence «Terry» Mitchell Riley als Pianist und Improvisator auf, ehe er am Shasta College, an der San Francisco State University und am San Francisco Conservatory sowie an der University of California, Berkeley, bei Seymour Shifrin und Robert Erickson sein Musikstudium absolvierte. Am San Francisco Tape Music Center arbeitete er mit Morton Subotnick, Steve Reich, Pauline Oliveros und Ramon Sender, während er parallel dazu seine Ausbildung in indischem Gesang bei Pran Nath fortsetzte, mehrere Male nach Indien reiste und dort die Begleitung auf den Tablas und der Tanpura erlernte. Von 1971 an lehrte er jahrzehntelang am Mills College klassische indische Musik. Der Einfluss der asiatischen wie auch afrikanischen Trancemusik gilt als wesentlich für die Entwicklung «mikropolyphoner» Strukturen, die Riley zu einem der wichtigsten Wegbegleiter und populärsten Vertreter der Minimal Music werden ließ. Ab den 1960er-Jahren führte er zudem die auf rhythmischen Modellen aufbauende «Pattern Music» in die Minimal Music ein und spielte von da an u. a. oft nächtelang anhaltende Solokonzerte, u. a. mit einem später als «Time Lag Accumulator» bezeichneten Echogerät. Seine Kompositionen reichen von Kammermusik bis zu Konzerten für große Ensembles, von Rock bis zu improvisierter Musik, daneben auch Filmmusik. 1964 wurde In C, sein bis heute berühmtestes Werk, in San Francisco uraufgeführt. Er arbeitete mit Künstlern wie La Monte Young, Don Cherry/Karl Berger, John Cale (Church of Anthrax), Krishna Bhatt, Stefano Scodanibbio oder Bruce Conner zusammen sowie mit dem Kronos Quartet, für das er 15 Werke schrieb. Zu seinen zahlreichen Ehrungen zählen die Ehrendoktorwürde der Chapman University sowie seine Aufnahme in die American Academy of Arts and Letters.

Version 2023

Werke & Mitwirkungen

2023
1996
1994
  • Kronos Quartet

    Good Medicine (Salome Dances for Peace)(1986–1987)- 14' (KomponistIn)
    29.10.1994 19:30, Wiener Konzerthaus, Großer Saal