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Isabelle Faust

* 1972 in Esslingen; lebt in Berlin

Violine

Isabelle Faust begeistert mit ihren souveränen Interpretationen. Ihre künstlerische Neugier schließt alle Epochen und Formen instrumentaler Partnerschaft ein. Dabei nähert sie sich jedem Werk äußerst respektvoll und mit Verständnis für den musikgeschichtlichen Kontext und das historisch angemessene Instrumentarium. Größtmögliche Werktreue ergänzt sie durch einen feinen Sinn für die Notwendigkeit, einer Komposition von der Gegenwart her zu begegnen. So gelingt es ihr, verschiedenste Werke gleichermaßen tief zu ergründen und durch die Intensität ihres Spiels einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zu ihren großen sinfonischen Violinkonzerten zählen u. a. Franz Schuberts Oktett auf historischen Instrumenten, György Kurtágs Kafka-Fragmente mit Anna Prohaska oder Igor Stravinskys L’Histoire du Soldat mit Dominique Horwitz. Mit großem Engagement hat sie sich vor allem um Aufführungen zeitgenössischer Musik verdient gemacht, zu den zuletzt von ihr uraufgeführten Werken zählen Kompositionen von Péter Eötvös, Brett Dean und Ondřej Adámek. Faust gastiert regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt, u. a. den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Freiburger Barockorchester, und entwickelte enge und nachhaltige Zusammenarbeiten mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Giovanni Antonini, François-Xavier Roth, Frans Brüggen, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Andris Nelsons und Robin Ticciati. Ihre zahlreichen Einspielungen (u. a. der Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach, der Violinkonzerte von Ludwig van Beethoven und Alban Berg und der Sonaten für Klavier und Violine von Wolfgang Amadeus Mozart, Beethoven und Johannes Brahms gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Melnikov) werden von der Kritik einhellig gelobt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter Diapason d’or, Gramophone Award und Choc de l’année, und umfassen in den letzten Jahren u. a. Aufnahmen von Arnold Schönbergs Violinkonzert (mit Daniel Harding und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, 2020) und des Tripelkonzerts von Beethoven (mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, Pablo Heras-Casado und dem Freiburger Barockorchester, 2021).

Version 2022

Werke & Mitwirkungen

2022