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Chaya Czernowin

Chaya Czernowin

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Konzert

CLAUDIO ABBADO KONZERT

Programm

  • James DillonThe Gates (2016 EA) - 33'
  • Chaya CzernowinAtara. Ein Lamento für Orchester und zwei verstärkte Stimmen mit einem Text von Zohar Eitan (2021 UA) - 38'
    Kompositionsauftrag Wien Modern und Bayerischer Rundfunk / musica viva

Mitwirkende

Die beeindruckenden Dimensionen der hölzernen Torii vor den traditionellen japanischen Shintō-Tempeln bringen es mit sich, dass das Arditti Quartet diesmal im orchestralen Rahmen zu hören ist: The Gates, das meisterhafte Konzert für Streichquartett und Orchester des seit vier Jahrzehnten eng mit dem Streichquartett zusammenarbeitenden Londoner Komponisten James Dillon, beschwört im Bild der Tempeltore «eine Grenze, den Punkt, an dem ein Territorium endet und ein anderes beginnt», so der Komponist: «Jedes Musikstück existiert an dieser Grenze zwischen dem Gehörten und dem Ungehörten, zwischen den Takten, zwischen dem Weltlichen und dem Spirituellen».

Gewaltige Massen setzt auch die Uraufführung für Sofia Jernberg und Holger Falk inmitten des Orchesters in Szene: «Zu Beginn des Jahres 2020, also noch bevor die Covid-19-Pandemie zugeschlagen hat, hatte ich ein klares Konzept für das Orchesterstück: ein Stück, das große Blöcke orchestraler Massen zeigt, die durch gewaltige, unvorhersehbare Kräfte immer wieder zu- und auseinanderdriften. Das Stück sollte ein Lamento werden, ein Lamento über die Hybris von uns Menschen zu glauben, dass wir alles um uns herum kontrollieren können, und eine Erinnerung daran, dass es ungeahnte Kräfte gibt, die vielmehr uns und unsere Umwelt bewegen. Ich hatte keine Ahnung, dass im März 2020 unsere Welt zum Stillstand kommen und unser Kontrollverlust über die Natur so umwerfend zutage treten würde.» (Chaya Czernowin)

Produktion Wien Modern in Koproduktion mit dem RSO Wien