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Sofia Jernberg

* 1983 in Addis Abeba; lebt in Oslo und Stockholm

Gesang (Sopran)

Sofia Jernberg wuchs in Äthiopien, Vietnam und Schweden auf. Die experimentelle Sängerin, Komponistin, Improvisatorin und Performerin setzt sich intensiv mit nonverbalem Vokalisieren, Split-Tone- sowie tonhöhenlosem und verzerrtem Gesang auseinander und verfügt über ein Gesangsvokabular, das oft im Widerspruch zu einem konventionellen Gesangsstil steht. Ein besonderes Interesse legt sie auf die Erforschung der «instrumentalen» Möglichkeiten der Stimme. Sofia Jernberg erhielt Aufträge von Barents Composer Orchestra, Swedish Radio P2, Stockholm Jazz Festival, Trondheim Jazz Orchestra, Oslo 14, Klang-Copenhagen Avantgarde Music Festival, Banff Centre for Arts and Creativity, The Gothenburg Combo, Opera Nord, MaerzMusik, Ultima Contemporary Music Festival u. a. und hat an mehreren szenischen Musiktheaterstücken wie Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire (zuletzt bei den Wiener Festwochen) und Salvatore Sciarrinos Lohengrin mitgewirkt. Zu den Stücken, die speziell für sie geschrieben wurden, zählen u. a. Emily Halls Folie à Deux und Anna Thorvaldsdottirs UR_. In der Saison 2021/2022 wird sie mit Erna Ómardóttir, Hildur Guðnadóttir, Skúli Sverrisson und Valdimar Jóhannsson in Orpheus & Eurydice zusammenarbeiten; die Uraufführung eines Auftragswerks für das Ultima Contemporary Music Festival sowie eines Kammerensemblestücks für das Ensemble Contrechamps sind für 2022 geplant. Sofia Jernberg arbeitet daneben mit der bildenden Künstlerin Camille Norment zusammen und war im Film Union of the North (2017) von Matthew Barney, Ómarsdóttir und Jóhannsson zu hören.