zum Inhalt springenzur Navigation

Philip Glass

* 1937 Baltimore, Maryland (USA); lebt in den USA

Komposition

Philip Glass wuchs in Baltimore auf. Er studierte an der University of Chicago, der Juilliard School und in Aspen bei Darius Milhaud. Unzufrieden mit vielem in der modernen Musik ging er nach Europa und studierte bei Nadia Boulanger. Außerdem arbeitete er eng zusammen mit Ravi Shankar. 1967 kehrte er nach New York zurück und gründete das Philip-Glass-Ensemble. Der musikalische Stil, den Glass entwickelte, wurde schließlich als «Minimalmusic» bezeichnet − ein Begriff, den Glass selbst nie besonders schätzte. Er sprach lieber von «Musik mit repetitiven Strukturen». Viele seiner frühen Arbeiten basierten auf der ausgedehnten Wiederholung kurzer, eleganter, melodischer Fragmente, die sich in und aus einem akustischen Wandteppich verweben. Oder, um es anders auszudrücken: Er taucht die Hörer*innen in eine Art Klangwetter, das ihn umgibt, sich dreht, ändert und entwickelt. Mit Opern, Sinfonien, den Kompositionen für sein Ensemble und den weitreichenden Zusammenarbeiten mit Künstlerinnen und Künstlern, wie Twyla Tharp, Allen Ginsberg, Leonard Cohen oder David Bowie, hatte Philipp Glass einen außerordentlichen Einfluss auf das musikalische und intellektuelle Leben seiner Zeit. Seine Opern Einstein on the Beach oder The Voyage werden − neben vielen anderen – an großen Häusern weltweit aufgeführt. Er schrieb Musik für das experimentelle Theater ebenso wie für Oscar-prämierte Filme, z. B. Stephen Daldrys The Hours und Martin Scorseses Kundun. Sein erster Film, Koyaanisqatsi mit Godfrey Reggio und dem Philip-Glass-Ensemble, gilt als die radikalste und einflussreichste Vereinigung von Bild und Ton seit Fantasia (1940). Seine Verbindungen zur Rock-Szene gehen auf die 1960er-Jahre zurück, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Künstler Robert Wilson. In den vergangenen 25 Jahren komponierte Philip Glass mehr als 25 Opern, zwölf Sinfonien, neun Streichquartette, Konzerte, Soundtracks für Filme und Werke für Tasteninstrumente. Er arbeitete u. a. mit Paul Simon, Linda Ronstadt, Yo-Yo Ma und Doris Lessing. Er hält Workshops, Lectures, spielt Solo-Performances mit dem Keyboard und tritt regelmäßig mit dem Philip-Glass-Ensemble auf.

philipglass.com/biography