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Pauline Oliveros

* 1932 in Houston, Texas (USA); † 2016 in New York

Komposition

Pauline Oliveros studierte von 1949 bis 1952 in Houston und von 1954 bis 1956 in San Francisco und nahm Privatunterricht bei Robert Erickson. Ab 1961 arbeitete sie mit Steve Reich, Terry Riley, Ramón Sender und Morton Subotnick am San Francisco Tape Music Center. Neben Orchesterwerken und Werken in kammermusikalischer Besetzung komponierte sie Sound Patterns für gemischten Chor (1961) und multimediale Werke, etwa ein Stück für elektronisch verfremdetes Klavier, Tonband und Lichteffekte und ein Schauspiel für 15 Schauspieler*innen, Film und Projektionen, Tonband und Live-Tonmaterial. Pauline Oliveros war eine der bedeutendsten Pionier*innen der elektronischen Musik. Von 1967 bis 1981 war sie Direktorin des Center for Music Experiment an der University of California, San Diego. 1985 gründete sie die Pauline Oliveros Foundation in Kingston, New York. Mit dem in der Stiftung angesiedelten Programm Deep Listening und der Deep Listening Band schuf sie eine Verbindung von Meditation und Musik. Mit der Deep Listening Band nahm sie 1988 das Album Deep Listening auf. Sie publizierte u. a. in der Zeitschrift MusikTexte. Zu ihren Auszeichnungen zählen u. a. der Kompositionspreis der Stiftung Gaudeamus (1962), der SEAMUS Lifetime Achievement Award (1999) und der John Cage Award (2013). 2017 präsentierte die documenta 14 Arbeiten der Künstlerin. Das Center For Deep Listening setzt heute die Arbeit des Deep Listening Institute fort.