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Jennifer Walshe

* 1974 in Dublin

Komposition

Die Irish Times bezeichnete sie als die originelste kompositorische Stimme Irlands der letzten 20 Jahre, die Frankfurter Rundschau nannt sie ein «wildes Mädchen Darmstadts». Ihre Musik wurde weltweit in Auftrag gegeben und gespielt. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter den Kranichsteiner Musikpreis und den British Composer Award for Innovation (BASCA), sowie renommierte Stipendien, u. a. der Foundation for Contemporary Arts (New York), des DAAD Berliner Künstlerprogramm, des Internationalen Musikinstituts Darmstadt und der Akademie Schloss Solitude sowie der Fondazione Claudio Buziol in Venedig. Aktuelle Arbeiten umfassen u. a. Time Time Time, eine Oper für neun Performer*innen, die sie zusammen mit dem Philosophen Timothy Morton schrieb, und The Site of an Investigation, ein 30-minütiges Stück für Stimme und Orchester, das vom National Symphony Orchestra of Ireland beauftragt und 2018 mit ihr beim New Music Dublin Festival uraufgeführt wurde; weitere Aufführungen fanden gemeinsam mit dem NSO, dem BBC Scottish Symphony Orchestra und dem Lithuanian State Symphony Orchestra statt. Ihr drittes Album, A Late Anthology of Early Music Vol. 1: Ancient to Renaissance, wurde 2020 bei Tetbind herausgebracht. Walshe nutzt darin AI, um kanonische Werke der frühen westlichen Musikgeschichte neu zu interpretieren. A Late Anthology wurde von der The Irish Times, The Wire und The Quietus zum «Album des Jahres» gewählt. Jennifer Walshe ist zurzeit Professorin an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Zuletzt widmete ihr Alex Ross einen ausführlichen Artikel in The New Yorker.