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Brice Pauset

* 1965 in Besançon (Frankreich); lebt in Freiburg im Breisgau

Komposition

Brice Pauset hat in Paris und Siena Komposition studiert. 1994 wurde er zum Stipendiaten der Stiftung Marcel Bleustein-Blanchet berufen; von 1994 bis 1996 war er am IRCAM Paris tätig. Seither hat er sich ganz und gar seiner Karriere als Komponist gewidmet. Gleichzeitig ist er regelmäßig als Cembalist und Hammerflügel-Spieler an Konzerten beteiligt. Er war in der Saison 2004/2005 Composer in Residence an der Mannheimer Oper und von 2010 bis 2020 Artist in Residence an der Opéra de Dijon; in der Saison 2021/2022 ist er Artist in Residence der Cité Musicale-Arsenal de Metz. Seine Werke bewegen sich in allen musikalischen Genres und organisieren sich in ausgedehnten Zyklen, die sich oftmals besonderen außermusikalischen Themen widmen: die Immanenz der Wahrheiten (Zyklus des Wahrheitsverfahren nach Alain Badiou), oder ein Porträt in sechs Teilen der aktuellen historischen Zeit (Kataster für Ensemble solo und Orchester, Vertigo/Infinite Screens für Ensemble, Elektronik und Bilder, (É)craN|Narcisse für Sprecher, Ensemble und Elektronik). Seine Oper Strafen (Les Châtiments) für Solisten, Madrigalchor und großes Orchester nach drei Erzählungen von Franz Kafka wurde 2020 in Dijon uraufgeführt. 2008 wurde Brice Pauset als Kompositionsprofessor an die Musikhochschule von Freiburg im Breisgau berufen. Er gibt zahlreiche Meisterkurse, u. a. in Royaumont, am IRCAM, in Graz und Rom. Von Oktober 2012 bis April 2018 war er künstlerischer Leiter des Ensemble Contrechamps in Genf. 2017 war er Kurator des Slowind-Festivals in Ljubljana.