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Alban Berg

* 1885 in Wien; † 1935 in Wien

Komposition

Alban Berg nahm von 1904 bis 1909 bei Arnold Schönberg Unterricht in Musiktheorie und später in Komposition. Seine Unterrichtszeit schloss er mit der Klaviersonate op. 1 ab. 1908−1909 folgten seine Vier Lieder op. 2, die er 1920 gemeinsam mit seiner Klaviersonate op. 1 revidierte, 1910 das Streichquartett op. 3, das er 1924 neu bearbeitete. In den folgenden drei Jahren entstanden nur fünf Orchesterlieder nach Ansichtskarten von Peter Altenberg, da Berg nach dem Umzug Schönbergs nach Berlin einen Teil von dessen Schülern übernommen hatte und daneben an den Klavierauszügen von Schönbergs Gurreliedern und Franz Schrekers Oper Der ferne Klang arbeitete. 1913 stellte er seine Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 fertig, veröffentlichte diese aber erst mehrere Jahre später, nachdem seine Werke zunächst nicht die erhoffte Aufnahme fanden. 1925 folgte die Uraufführung seiner Oper Wozzeck, an der Berg bereits vor seinem Einsatz in der österreichischen Armee während des Ersten Weltkrieges gearbeitet hatte. 1933 wurde seine Musik neben jener Schönbergs von den Nationalsozialisten diffamiert; Schönberg emigrierte in die USA, Bergs Werke wurden kaum noch gespielt, sodass der Komponist in seinen letzten Jahren, körperlich wie finanziell schwer angeschlagen, vor allem von den monatlichen Zahlungen lebte, die ihm die Universal Edition bis zur Vollendung seiner Oper Lulu zahlte. Anfang 1935 begann Alban Berg mit der Komposition seines Violinkonzerts Dem Andenken eines Engels für den prominenten amerikanischen Geiger Louis Krasner, das er im August fertigstellte; daneben brachte er, wie schon bei Wozzeck, Teile seiner letzten Endes unvollendet gebliebenen Oper Lulu vor deren Uraufführung heraus, die daraus entstandene Suite von fünf Stücken wurde im November 1934 in Berlin unter Erich Kleiber uraufgeführt und wenige Tage vor Bergs Tod im Dezember 1935 erstmals in Wien gespielt.