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The Acousmatic Project

The Acousmatic Project

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Konzert, Installation, Zum Eintauchen, Besondere Musikinstrumente

The Acousmatic Project: From Outer Space

Programm

  • Steel GirlsMetallusion (2020 UA) - 20'
  • Volkmar KlienAnschwellen – Abschwellen. Eine Performance-Apparatur (2017) - 8'
  • Caroline ProfanterCréatures composites (2020 UA) - 10'
  • João Pedro Oliveira'Aphâr. 8-Kanal-Komposition (2007 EA) - 11'
  • Et Ignis Involvens. Stereo-Komposition (2005) - 11'
  • La Mer Émeraude. 8-Kanal-Komposition (2018) - 12'
  • N'vi'ah. 8-Kanal-Komposition (2019 EA) - 12'
  • Martina ClaussenVerwoben koloriert für Countertenor, Koloratursopran und Fixed Media (Stereofassung) (2020 UA) - 17'
  • Thomas GorbachImpact from Mars. Version für Akusmonium (2020 UA) - 20'
  • François BayleLe Projet «Ouïr». Scènes de la vie de l'écoute. Oktophonie in fünf Sätzen (2015–2019) - 62'

Mitwirkende

Jede Stimmung ist eine Art von Spannung. In der Musik liegen Stimmung und Spannung nicht in den Klängen selbst, sondern dazwischen, in der Bewegung von einem Klang zum andern. Bei instrumentaler Musik ist es die Spannung zwischen den Klängen von Oboen, Violinen, Bratschen, der Perkussion, der menschlichen Stimme, einem Piano usw. – all dies klingt und schwingt miteinander, zueinander und nacheinander. Ob vom Notenblatt oder improvisiert – die Quelle ist nicht nur hör-, sondern auch sichtbar. Die akusmatische Musik ist eine Musik der gespeicherten Klänge und damit eine virtuelle Musik. Wie entsteht Spannung hier, wo die Klänge keiner eindeutigen Quelle mehr zuzuordnen sind? Was ist es, das hier zusammen klingt und tönt? Was erzeugt eine Stimmung und welche kompositorischen Gesetze herrschen hier?

Seit dem ersten Erklingen elektronischer Sounds über Lautsprecher sind zwei Dinge klar: Es ist ein neues Forschungsgebiet entstanden, welches nach der Natur dieser bis dahin unerhörten Klangwesen sucht. Und die neuen Klänge finden ihre Welt der Assoziationen in Zukunftsbildern, in Science-Fiction, damals wie heute. Edgar Varese spricht 1936 in Die Befreiung des Klangs von «jenem Erlebnis von Projektion, von Abreise in den Raum» und benennt damit den neuen Parameter: Klangprojektion. Pierre Schaeffer gründet 1951 die Forschungsanstalt GRM für die Komposition mit konkreten Klängen der Musique Concrète in Paris. Louis und Bebe Barron vertonen 1956 den ersten Film mit rein elektronischer Musik, den Science-Fiction-Klassiker Forbidden Planet in New York, und François Bayle gründet 1972 das erste Akusmonium in Paris, wo Bernard Parmegiani 1975 in den Studios des GRM De Natura sonorum schreibt – ein Werk, das die Natur konkreter Klänge zelebriert.

Die Kuppelhalle des Naturhistorischen Museums Wien – kein Aufführungsort in Wien kann besser all diese Aspekte von Forschung, Science Fiction und Natur vereinen – wird bestückt mit den zahlreichen Lautsprechern des Wiener Akusmoniums. Inspiriert von Gedankenkreiseln rund um ein Herzstück der Sammlung, den Meteoriten Tissint, wird die Klangprojektion hier zu einem neuen Erlebnis. Zum Hören wird projiziert: François Bayles jüngstes Werk Ouïr, ein Portrait des portugiesischen Komponisten João Pedro Oliveira und die Performance-Apparatur von Volkmar Klien. Die Steel Girls erforschen metallische Klänge in Echtzeit, und brandneue Kompositionen von Caroline Profanter, Martina Claussen und Thomas Gorbach werden uraufgeführt. Die spannende Reise wird begleitet von NHM Catering. (Thomas Gorbach)

Anschwellen Abschwellen

Anschwellen Abschwellen

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Caroline Proftaner

Caroline Proftaner

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Astrid Schwarz

Astrid Schwarz

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Elisabeth Hillinger

Elisabeth Hillinger

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Martina Claussen

Martina Claussen

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Joao Pedro Oliveira

Joao Pedro Oliveira

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Thomas Diestler

Thomas Diestler

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Thomas Gorbach

Thomas Gorbach

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Tobias Leibetseder

Tobias Leibetseder

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Francois Bayle

Francois Bayle

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Steel Girls

Steel Girls

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The Acousmatic Project

The Acousmatic Project

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Kuratiert von Thomas Gorbach
Produktion The Acousmatic Project
Koproduktion Wien Modern und Naturhistorisches Museum