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Maja Osojnik

* 1976 in Kranj (Slowenien); lebt in Wien

Komposition, Stimme, Text, Sampling, Elektronik

Maja Osojnik ist freischaffende Komponistin, Klangkünstlerin, Sängerin und frei improvisierende Musikerin, die sich in ihrem facettenreichen Schaffen verschiedenster klanglicher Mittel wie beispielsweise Stimme, Paetzold-Bass, Field Recordings, CD-Player, Radios, Effektpedale, Kassettenspieler und anderen elektronischen Lo-Fi-Musikinstrumenten jedweder Herkunft widmet. Zwischen analoger und digitaler Kunst, virtuellen und realen Räumen versucht sie, die klanglichen Spektren besagter Instrumente zu erweitern, zu dekonstruieren und neu zu konnotieren bzw. diesen neue Rollen zuzuweisen – ein Prozess, der an das Annagrammieren erinnert.

In ihren Kompositionen verbindet Maja Osojnik Songs, experimentelle, elektroakustische, abstrakte, alte und neue Musik sowie Elemente und Formen von Noise und Rock. Das Reale, das Surreale, die Fragilität, in der sich sowohl das zerstörerische, abgründige, finstere Phantasma wie auch Schönheit, Eleganz, Stärke und Bestimmtheit abbilden, manifestieren einen weiteren Motor, der ihr musikalisches Schaffen definiert.

Sie komponiert Musik für Tanz, Theater, Film und diverse Ensembles sowie Orchester und schreibt Gedichte, die sie mit ihren Bands vertont. Für ihre Live-Performances und Sampling verwendet sie eigens gebaute Klangbibliotheken, wie beispielsweise die so genannten Rejects – eine Bibliothek kaputter Klangabfälle oder «Broken Pianos», eine Sammlung der Klänge verstimmter Klaviere.

Ihre Soloperformances, Werke und Formationen, u. a. ZSAMM, Rdeča Raketa, Broken.Heart.Collector, Maja Osojnik Band, Subshrubs und Low Frequency Orchestra, wurden auf verschiedenen internationalen Festivals präsentiert. 2018 startete sie ihr Label Mamka Records, das sich u. a. der Produktion grafischer Klangpartituren widmet.

Maja Osojnik wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u. a. Publicity Preis 2007 des SKE (2009, 2019), österreichisches Staatskompositionsstipendium, Pasticcio-Preis (Ö1/ORF), MIA Award (2010), Förderpreis der Stadt Wien für Komposition und das SKE-Fonds-Jahresstipendium für Komposition (2014). Die Musik von Rdeča Raketa (Maja Osojnik und Matija Schellander) zum Film Einer von Uns – One of us (Regie: Stephan Richter) wurde in Lünen mit dem Preis für die beste Filmmusik ausgezeichnet, 2018 wurde das Klangcomic von Natascha Gangl und Rdeča Raketa Wendy Pferd Tod Mexico beim 9. Berliner Hörspielfestival ausgezeichnet.

maja.klingt.org

mamka.klingt.org

mo.klingt.org

majaosojnik.bandcamp.com

letthem.bandcamp.com/releases