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Erik Satie

* 1866 Honfleur; † 1925 Paris

Komposition

Erik Satie studierte von 1879 bis zu seiner Volljährigkeit 1887 am Pariser Konservatorium Klavier und Harmonielehre. Er arbeitete danach als Pianist und Ensembleleiter am Cabaret Chat Noir, bevor er von 1890 an die musikalische Gestaltung der Veranstaltungen des Ordre de la Rose + Croix Catholique du Temple et du Graal übernahm. 1893 gründete er seine Église Métropolitaine d’Art de Jésus Conducteur und engagierte sich vermehrt auch politisch; 1914 trat er der sozialistischen Partei bei. Ab 1905 studierte Erik Satie, der sich seinen Lebensunterhalt als Kaffeehauspianist verdiente, Kontrapunkt an der Schola Cantorum, später Komposition bei Vincent d’Indy.

Aufführungen seiner Werke, u. a. durch Maurice Ravel, brachten ihm zunehmende Popularität, Aufträge und Publikationen seiner Werke. Ein Skandalerfolg war die Uraufführung des Balletts Parade (1917), das er gemeinsam mit Jean Cocteau, Pablo Picasso und Léonide Massine erarbeitet hatte. Die oftmals humoristische Einfachheit seiner kompositorischen Strukturen, seine dadaistischen Arbeiten oder ein erstes «Readymade» (Le Cadeau) gemeinsam mit Man Ray ließen Erik Satie v. a. bei den jungen Komponisten seiner Zeit wie etwa den Les nouveaux jeunes zu einem unkonventionellen Vorbild werden.