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Peter Rundel

* 1958 in Friedrichshafen; lebt in Eichendorf (Bayern, Deutschland) und Porto (Portugal)

Musikalische Leitung

Die tiefe Durchdringung komplexer Partituren der unterschiedlichsten Stilrichtungen und Epochen bis hin zur zeitgenössischen Musik sowie seine dramaturgische Kreativität machen Peter Rundel zu einem gefragten Partner führender europäischer Orchester. Regelmäßig gastiert er bei den Rundfunk-Orchestern des BR, WDR, NDR, des Saarländischen Rundfunks und des SWR.

Internationale Gastengagements führten ihn zuletzt u. a. zum Helsinki Philharmonic Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre National de Lille, Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Orchestra del Teatro dell’Opera Roma, zu den Wiener Symphonikern und zum hr-Sinfonieorchester Frankfurt sowie nach Asien zum Tokyo Metropolitan und Taipei Symphony Orchestra.

Peter Rundel leitete Opernuraufführungen an der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper, bei den Wiener Festwochen, am Gran Teatre del Liceu, bei den Bregenzer Festspielen und den Schwetzinger SWR Festspielen. Dabei arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Peter Konwitschny, Philippe Arlaud, Peter Mussbach, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus) und Willy Decker zusammen.

Seine Operntätigkeit umfasst sowohl traditionelles Repertoire (u. a. Die Zauberflöte an der Deutschen Oper Berlin und König Kandaules, Hänsel und Gretel und Die Hochzeit des Figaro an der Volksoper Wien) wie auch zeitgenössische Musiktheater-Produktionen, darunter Stockhausens Donnerstag aus Licht, Massacre von Wolfgang Mitterer und die Uraufführungen von Georg Friedrich Haas’ Nacht und Bluthaus, Isabel Mundrys Ein Atemzug – die Odyssee sowie Emmanuel Nunes’ Das Märchen und La Douce. Die von ihm dirigierte Prometheus-Inszenierung bei der Ruhrtriennale wurde 2013 mit dem Carl-Orff-Preis gewürdigt. Außerdem tourte er mit Heiner Goebbels’ 2014 für die Ruhrtriennale entstandenen Inszenierung von Louis Andriessens De Materie an die Amory Hall New York (2016) und an das Teatro Argentino La Plata (2017). Mit der Uraufführung von Hector Parras Les Bienveillantes in der Regie von Calixto Bieito war er 2019 erstmals an der Opera Vlaanderen zu Gast. Im Frühjahr 2021 wird er die Uraufführung von Isabel Mundrys neue Musiktheaterwerk Im Dickicht bei den Schwetzinger SWR Festspielen aus der Taufe heben.

Nach Tätigkeiten als musikalischer Leiter des Königlich-Philharmonischen Orchesters von Flandern sowie der damals neu gegründeten Kammerakademie Potsdam übernahm Peter Rundel 2005 die Leitung des auf neue Musik spezialisierten Remix Ensemble Casa da Música in Porto.

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