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Wien Modern 35
29. Oktober – 30. November 2022

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Noch sind die Aufräumarbeiten nach den beiden von Lockdowns betroffenen Festivalausgaben 2020 und 2021 nicht ganz abgeschlossen. Aber aufmerksame Leser*innen der im Frühjahr 2022 erscheinenden Saisonprogramme vieler unserer Festivalpartner in der Stadt werden bemerken, dass die Planung für die kommende Festivalausgabe durchaus vielversprechende Formen annimmt: Vom 29. Oktober bis 30. November 2022 lädt Wien Modern wieder zu inspirierenden Begegnungen von Künstler*innen und Hörer*innen neuer Musik aller Formen und Farben.

Im symphonischen Großformat wird im Wiener Konzerthaus eröffnet: Die Wiener Symphoniker, Matthias Pintscher und Leila Josefowicz spielen Pintscher, Helmut Lachenmann, György Kurtág und Sofia Gubaidulina (29.10.). Jung, weiblich und hemmungslos ausdrucksstark präsentiert sich kurz darauf ebenfalls im Wiener Konzerthaus das RSO Wien unter Leitung seiner Chefdirigentin Marin Alsop mit neuen Werken von Angélica Castello, Milica Djordjević, Mirela Ivičević, Matthias Kranebitter und Sara Glojnarić (03.11.). PHACE, Wien Modern und Konzerthaus präsentieren gemeinsam das große Multimedia-Projekt von Stefano Gervasoni zum 100. Geburtstag von Pier Paolo Pasolini (23.11.).

Das Claudio Abbado Konzert im Musikverein (Matinée am 06.11.) wartet von Besetzung, Format und Raum her diesmal mit einigen Neuerungen auf; durchaus erfreulich sind auch das neue Gastensemble des Musikvereins (07.11.) und die dortige Zusammenarbeit mit Isabelle Faust und Anna Prohaska (12.11.). Der 2021 verschobene Baselitz-Terminblock mit dem Quatuor Diotima, dem Ensemble Kontrapunkte und Marino Formenti ist glücklich gelandet am 14.–17.11.2022.

Am 19.11. steht eine besondere Premiere auf dem Programm: In erstmaliger Zusammenarbeit mit dem Volkstheater präsentiert Wien Modern A House of Call, Heiner Goebbels’ «reifstes und vollständigstes Meisterwerk» (Süddeutsche Zeitung). Weitere szenische Uraufführungen sind Red Rooms von Angélica Castelló (Schauspielhaus 02.–06.11.) und Blackboxed Voices von Martina Claussen (Semperdepot 12.–13.11.). Verschoben vom letzten Jahr ist Limina / Sensation 1 der Performerin Ligia Lewis und des Komponisten Mark Barden über die Verlangsamung der Zeitwahrnehmung (Tanzquartier 04.11.).

Zu den größten Produktionen des kommenden Festivals zählt – im dritten Anlauf – die vierstündige Installationsperformance ceremony II von Georg Friedrich Haas mit 70 Musiker*innen an Instrumenten aus sechs Jahrhunderten im Kunsthistorischen Museum (20.11.).

Ein kleiner Ausblick auf weitere Programmpunkte: Die Uraufführung des gesamten Zyklus CoronAtion der aktuellen Ernst von Siemens Musikpreisträgerin Olga Neuwirth, ein schlicht sensationell besetzter Trioabend mit Pierre-Laurent Aimard, Jean-Guihen Queyras und Mark Simpson, 17 Musikerinnen der jungen Wiener Szeneplattform Fraufeld, das SWR Vokalensemble a cappella mit Uraufführungen von Alberto Posadas und Georges Aperghis, ferner ensemble recherche und Arditti Quartet sowie das Klangforum Wien zu 20 Jahren Zusammenarbeit von Wien Modern und Erste Bank, mit den Kompositionspreisträger*innen 2020–2022 live auf der Bühne, jetzt aber wirklich …

Das komplette Programm wird am 06. September 2022 veröffentlicht.