Elision
Konzert
ELISION X MDW II
Programm
- Franco Donatoni: Spiri (1977) - 10'
- Liza Lim: Songs found in dream für acht Instrumente (2005) - 16'
- Francesca Verunelli: Néon für 15 Ausführende (2008) - 10'
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- Julio Estrada: yuunohui’ehecatl’nahui für Blockflöten, Klarinetten, Saxophone, Posaune und Kontrabass (1985–2010 EA) - 10'
- Liza Lim: Machine for contacting the dead (1999–2000) - 38'
Mitwirkende
- Elision Ensemble
- Paula Rae: Flöten
- Peter Veale: Oboe
- Carl Rosman: Klarinetten
- Joshua Hyde: Saxophon
- Ryan Williams: Blockflöten
- Callum G’Froerer: Trompeten
- Benjamin Marks: Posaunen
- Peter Neville: Percussion
- Alexander Waite: Klavier
- Kathryn Schulmeister: Kontrabass
- Webern Ensemble Neue Musik
- Clement Power: Leitung
- Daryl Buckley: Artistic Director Elision
Das Elision-Gastspiel in Wien (05.11. 19:00) endet mit einem Bravourstück, das Liza Lim in Paris für das Ensemble Intercontemporain rund um die Ausstellung eines archäologischen Sensationsfundes komponierte, davor erklingt ein Auftrag der Salzburger Festspiele 2005 an Liza Lim für das Klangforum Wien – dieser Kontext sei nur einmal kurz nebenbei hervorgehoben, um das extrem sportliche Level dieser Side-by-side-Zusammenarbeit zwischen dem Webern Ensemble Neue Musik der mdw und der australisch-internationalen «Supergroup» unter Leitung von Clement Power angemessen würdigen zu können.
«Heiter, beinahe euphorisch» zeigt sich Franco Donatoni, als echte klangliche Entdeckung die «Chronoakustik» des Mexikaners Julio Estrada. Nicht zuletzt startet mit diesem Konzert auch die sechs Werke umfassende Präsentation von Francesca Verunelli als Komponistin im Fokus des Musikvereins. «Ich glaube, ich war immer angezogen von der Idee, das Gedächtnis zu befragen oder die Geister der Vorfahren anzurufen. Die Titel und die Sujets meiner Werke sind alle von dieser Thematik inspiriert. Zur Zeit arbeite ich an einem Stück mit dem Titel Machine for Contacting the Dead – Maschine, um Verbindung mit den Toten aufzunehmen. In diesem Stück kommen all die Dinge zusammen, an denen ich bisher gearbeitet habe. Mich fasziniert die Vorstellung, dass den ausgegrabenen Objekten der Geist, die Gedanken, Emotionen und Wünsche der Vergangenheit innewohnen, und dass man auch heute noch einen Zugang dazu finden kann.» (Liza Lim, 2000)
Kuratiert von Daryl Buckley, Bernhard Günther und Clement Power
Produktion Wien Modern, mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Musikverein im Rahmen von Francesca Verunelli – Komponistin im Fokus
