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Toshio Hosokawa

Komposition

* 1955 in Hiroshima; lebt in Nagano
 

Toshio Hosokawa zählt zu den bedeutendsten japanischen Komponist:innen der Gegenwart. Nach ersten Studien in Tokio ging er 1976 nach Berlin, wo er Komposition bei Isang Yun studierte. Von 1983 bis 1986 setzte er seine Ausbildung bei Klaus Huber in Freiburg fort. Prägend für sein Schaffen wurde die Auseinandersetzung mit der traditionellen japanischen Musik, insbesondere dem Gagaku, sowie mit der westlichen Avantgarde. Hosokawas Musik verbindet beide Kulturräume zu einer eigenständigen Klangsprache, in der Stille, Natur, Vergänglichkeit und die Beziehung zwischen Klang und Raum eine zentrale Rolle spielen. Zu seinen Werken gehören Orchester- und Kammermusik, Solokonzerte, Musik für traditionelle japanische Instrumente, Filmmusik und Opern. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er unter anderem mit dem Oratorium Voiceless Voice in Hiroshima (2001) sowie mit Werken wie Circulating Ocean, Woven Dreams und Nach dem Sturm. Seine Oper Stilles Meer wurde 2016 an der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführt. 
Hosokawa ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Rheingau Musikpreis, den Duisburger Musikpreis, die Goethe-Medaille und 2023 den Japan Prize der University of California, Berkeley.
 

Version 2026

Werke & Mitwirkungen

2026