Silvia Borzelli
Komposition
* in Rom; lebt in Amsterdam
Silvia Borzelli studierte Klavier und Komposition in Italien, Schweden und den Niederlanden, wo sie ihr Masterstudium am Koninklijk Conservatorium Den Haag (Royal Conservatoire in The Hague) abschloss. Darüber hinaus nahm sie an internationalen Meister:innenkursen und Akademien wie Voix Nouvelles, dem Bartók Seminar, De Musica und Impuls teil. Prägend für ihre künstlerische Entwicklung waren die Begegnungen und Studien bei Brian Ferneyhough, Beat Furrer, Bernhard Lang, Yannis Kyriakides und Francesco Filidei.
Im Mittelpunkt ihres Schaffens steht Konzertmusik für Instrumente und Stimmen. Ihre Werke sind geprägt von einem ausgeprägten Interesse an der instrumentalen Idiomatik, der Ökonomie des Materials sowie an Verfahren der Vervielfältigung und des Wiederholens, bei denen sich Gesten und musikalische Materialien ständig verändern und zugleich nie identisch wiederkehren. Obwohl ihre Musik stets vom Klang ausgeht und in ihm ihren Endpunkt findet, versteht sie Komponieren als eine Form des Hörens und der Präsenz. Dabei setzt sie sich häufig mit menschlichen Erzählungen, Konzepten und Bildern auseinander, die sie als dringlich, fruchtbar und notwendig empfindet. In diesem Sinne besitzt ihre Musik eine politische Dimension im ursprünglichen, etymologischen Sinn.
Aufträge und Aufführungen erhielt sie unter anderem von ASKO/Schönberg, Ensemble Linea, L’Arsenale, mdi ensemble, Klangforum Wien, 2e2m, Les Cris de Paris, Cappella Amsterdam, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Arditti Quartet sowie zahlreichen internationalen Solist:innen. Ihre Werke wurden bei renommierten Festivals und Konzertreihen aufgeführt, darunter die Biennale Musica di Venezia, RomaEuropa Festival, Festival Musica Strasbourg, Holland Festival, Wien Modern, die ISCM World New Music Days, Eclat, November Music und die Gaudeamus Muziekweek.
Silvia Borzelli wurde bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter beim International Rostrum of Composers, dem Valentino Bucchi International Competition, mit dem Henriette Bosmansprijs sowie bei den ISCM World New Music Days. Kompositionsaufträge und Förderungen erhielt sie unter anderem vom französischen Kulturministerium, Radio France, der Ernst von Siemens Musikstiftung und Musik der Jahrhunderte Stuttgart. Seit Januar 2026 ist sie Professorin für Komposition am Koninklijk Conservatorium Den Haag.
Version 2026
Werke & Mitwirkungen
- 2026
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CARTE BLANCHE À FRANCESCA VERUNELLI
Wooden für Solo-Schlagwerk(2015)- 11' (KomponistIn)
19.11.2026 20:00, Musikverein, Gläserner Saal
- 2013
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ensemble reconsil / Freisitzer
Sur-itinéraire(2008–2009) (KomponistIn)
11.11.2013 19:30, Wiener Konzerthaus, Berio-Saal
