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Georgia Koumará

Komposition

* 1991 in Thessaloniki; lebt in Köln

Noise, digitale und analoge Glitches, harte polyrhythmische Beats und hohe Energetik prägen Georgia Koumarás Klangwelt. Dabei verbindet ihre Arbeit erweiterte und präparierte akustische Instrumente mit selbst modifizierten Effektgeräten, modularen Synthesizern, gestischen Controllern und komplexen tentakel-denkenden musikalischen Narrativen. Die griechisch-deutsche Komponistin nutzt Systemausfälle, Verzerrungen und unerwartete Abweichungen als kreativen Nährboden. Komposition ist für sie ein fortwährender Prozess des Werdens, in dem Mensch, Technik und gesellschaftliche Realität eng miteinander verwoben sind. Ihre Werke bewegen sich dabei mit gleicher Souveränität zwischen instrumentalen und orchestralen sowie elektroakustischen und post-digitalen, installativen Formaten. In diesem Zusammenhang experimentiert Koumará auch mit Partiturformen, die von vollständig ausnotierten bis zu grafischen oder dreidimensionalen Strukturen reichen. Zahlreiche Preise und Stipendien unterstützen ihre künstlerische Forschung, darunter der Stuttgarter Kompositionspreis 2025 für ihr feministisches, audio-surround-ortsspezifisches Werk I wonder if I should start accessing pleasure a whole lot, das weibliche Tropen in der Popkultur und die Objektifizierung weiblichen Vergnügens thematisiert. In ihrer kompositorischen Arbeit interessiert sich Koumará zudem für das Ausloten der Bezüge zwischen konzeptueller, perzeptueller und faktisch messbarer Zeit, wie sie sich in verschiedenen ontologischen Interpretationen, im Prozess der Aufführung und beim Hören artikuliert. Daher strebt sie beim Erzeugen, Entwickeln und Kombinieren verschiedener akustischer Prozesse danach, einen kontinuierlichen energetischen Fluss und zugleich komplexe, mehrschichtige Texturen zu erreichen. Koumarás Werke wurden bei Festivals und Veranstaltern wie u.a. Acht Brücken, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Eclat Festival, Wien Modern, Heroines of Sound, Hellerau, dem Impuls Festival, den Bludenzer Tagen für Zeitgemäße Musik, WDR-Musik der Zeit, dem Lucerne Festival, dem Festival Musica in Straßburg, dem Gaudeamus Festival, dem Wiener Konzerthaus und dem Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe aufgeführt.
Zu den Interpret:innen ihrer Musik zählen das WDR Sinfonieorchester, das Ensemble Musikfabrik, die Neuen Vocalsolisten, das mosaik Ensemble, das Schlagquartett Köln, das ensemble hand werk, das Ensemble PHACE, das ascolta Ensemble, das ensemble Garage, das IEMA Ensemble, das Kollektiv3:6Koeln, das ensemble Platypus, Kluster5, das Ensemble Inverspace, das Ensemble Schallfeld, das pulse quartett, das Ensemble S201, das Ensemble Lemniscate, y-band, das Ensemble concord und das Bremen Schlagzeugquartett. Seit 2021 ist Koumará in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste berufen; 2023 war sie zudem Stipendiatin der Ernst von Siemens Stiftung im Rahmen des Progetto Positano. Sie ist festes Mitglied im Ensemble Kollektiv3:6Koeln und lebt und arbeitet seit 2014 als Komponistin in Köln. 2026 erscheint ihre Porträt-CD bei WERGO.

Version 2026
frühere Version(en): 2024 2023

Werke & Mitwirkungen

2026
  • PHACE  / PLUS: SALON PHACE

    (IN)Habitants für Ensemble und Elektronik(2026 UA)- 25' (KomponistIn)
    27.11.2026 19:30, Wiener Konzerthaus, Berio-Saal

2024
2023
  • NAMES ENSEMBLE: DYSTOPIEN | IGNM 100.3

    This is my χάπι:) face(2023 UA)- 14' (KomponistIn)
    09.11.2023 18:00, mdw Campus, Future Art Lab – Konzertsaal
    09.11.2023 20:15, mdw Campus, Future Art Lab – Konzertsaal