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Dieter Kaufmann

Komposition

* 1941 in Wien; † 2025 in Wien

In Wien geboren, wuchs Dieter Kaufmann in Kärnten auf. Er studierte Komposition und Elektroakustische Musik in Wien bei Karl Schiske und Gottfried von Einem, in Paris bei Olivier Messiaen, René Leibowitz, Pierre Schaeffer und François Bayle. Seit 1970 lehrte er an der Wiener Musikuniversität, leitete von 1990 bis 2006 eine Klasse für Komposition, ab 1997 auch den Studienzweig für Elektroakustische Komposition, den er selbst gegründet hatte. Darüber hinaus wirkte er an der mdw auch als Studiendekan für Komposition, Dirigieren und Tonmeister. 1976–1980 war er Vizepräsident und von 1983 bis 1988 Präsident der Sektion Österreich der IGNM. Von 1988 bis 1991 war er Präsident der Gesellschaft für Elektroakustische Musik, deren Mitbegründer er im Jahr 1984 war. Von 2001 bis 2004 war er darüber hinaus Präsident des Österreichischen Komponistenbundes. 1975 gründete er mit seiner Frau, der Schauspielerin Gunda König, das K&K Experimentalstudio (seit 1991 MusikTheater-Verein K&K) und war in ganz Europa, in Nord- und Lateinamerika, Ägypten und Taiwan mit Konzerten, Musiktheater-Produktionen und Multi-Media-Performances unterwegs. 1982–1987 gestaltete K&K eine eigene ORF-Sendereihe: Was soll der Klang in meiner Hand. 1992 Beschallung für den Österreich-Pavillon der EXPO92 in Sevilla. Kaufmann erhielt den Preis des Musikprotokolls, den Prix Magisterium de Bourges/Frankreich, den Ernst Krenek Preis der Stadt Wien, Preise des Landes Kärnten, der Stadt Wien und der Republik Österreich. Kaufmann schrieb Vokal-, Instrumental- und Orchesterwerke, Elektroakustische und Live-Elektronische Kompositionen und zahlreiche Musiktheaterwerke (darunter 9 Opern nach Texten von Gert Jonke, Robert Musil, Roman Brandstätter, Josef Maria Hofmann, Elfriede Jelinek und Boris Sawinkow). Bis kurz vor seinem Tod komponierte er täglich. Am 23. September 2025 verstarb Dieter Kaufmann in Wien und wurde in seinem Heimatort Feldkirchen in Kärnten begraben.

Version 2026

Werke & Mitwirkungen

2026
  • DIETER KAUFMANN IN MEMORIAM

    Barbarenorgel «Wiener Werkel»(1971) (KomponistIn)Bildnis einer Frau im Spiegel, op. 24(1973)- 20' (KomponistIn)Energies incluses op. 12(1969) (KomponistIn)Herbstpathetique, op. 22(1972)- 18' (KomponistIn)Symphonie Acousmatique «bridges and breaks, op. 109(1969–2007) (KomponistIn)
    27.11.2026 17:00, mdw Klangtheater

2011
2000