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Kaija Saariaho

* 1952 in Helsinki; lebt in Paris

Komposition

Kaija Saariaho erhielt bereits früh Orgel- und Klavierunterricht und studierte Malerei, Zeichnen sowie Musikwissenschaft an der Kunstgewerblichen Hochschule Helsinki. Von 1976 bis 1980 studierte sie Komposition bei Paavo Heininen an der Sibelius-Akademie Helsinki (Diplom 1983). 1980 und 1982 besuchte sie die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, wo sie Brian Ferneyhough kennenlernte und ihr Studium bei ihm und Klaus Huber in Freiburg im Breisgau fortsetzte. 1982 nahm sie zum ersten Mal an Kursen für Computermusik des Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) Paris teil.
Sie arbeitete u. a. am Experimentalstudio des Finnischen Rundfunks, im Studio EMS Stockholm, im Studio der GRM Paris und im Studio des SWR. Kaija Saariaho entwickelte eigene Techniken für computerunterstützte Kompositionen und arbeitete schon früh u. a. mit Band und Live-Elektronik sowie mit dichten Klangflächen, die sie in ihren Kompositionen langsam verändert.
1984 entstand mit Verblendungen ihre erste Komposition für Orchester und Tonband, bei der sich die Rollen langsam verschieben. 1989 folgte Du Cristal, 1990 … à  la  Fumée, zwei weitere Orchesterwerke, in denen sie sich vor allem mit der Verbindung von Farbe und Textur befasste. 1994/1997 entstand Graal théâtre für Violine und Orchester bzw. Ensemble, eine Komposition, in der sie sich mit Spektralismus und Mikrotonalität beschäftigte.
Seit den 1990er-Jahren beschäftigt sich die Komponistin vor allem mit Werken für Musiktheater, ihre Oper L’Amour de loin wurde bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt (Regie: Peter Sellars). Es folgten Adriana Mater (2005), Emilie (2008), ihr Oratorium La Passion de Simone (2006) sowie Only The Sound Remains (UA 2016 an der Nederlandse Opera Amsterdam). 2001 entstand Aile du songe für Flöte und Kammerorchester, 2002 Orion für großes Orchester, 2008 folgten Laterna Magica und Circle Map. Ihr Harfenkonzert Trans feierte 2016 in der Suntory Hall Tokyo seine Uraufführung.
Kaija Saariaho erhielt Kompositionsaufträge renommierter Orchester, u. a. der Berliner Philharmoniker, des Koninklijk Concertgebouworkest, des Boston Symphony Orchestra, des Orchestre National de France und des Royal Scottish National Orchestra.
Zu ihren zahlreichen Preisen und Auszeichnungen zählen u. a. der Wihuri Prize, Nemmers Prize, Sonning Prize und Polar Music Prize sowie der Grawemeyer Award. Sie ist weltweit in Förderprogrammen und Jurys tätig und war 2015 Gast am Music Department der University of California in Berkeley.

Kaija Saariaho

Kaija Saariaho

Foto: 

saariaho.org

Version 2020

Werke & Mitwirkungen

2020
  • Webern Ensemble: Bhakti

    Nymphéa für Streichquartett und Live Electronics(1987)- 18' (KomponistIn)
    14.11.2020 19:30, mdw Campus, Joseph-Haydn-Saal

2016
  • Konzerteinführung Company of Music

    Die zwei blauen Augen (Lieder eines fahrenden Gesellen)(1883–1885)- 6'Ich bin der Welt abhanden gekommen (Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert)(1901)- 7'Lamento d'Arianna (Arianna)(1608))- 13'Lingua(2015–2016 UA)- 15'Nuits, adieux (Fassung für Chor a cappella)(1996)- 10' (KomponistIn)Sleep(2000)- 6'This marriage(2004)- 4'
    07.11.2016 19:30, Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

1996
1993
  • Ensemble Modern / Cohen

    Amers(1992)- 20' (KomponistIn)Io(1986–1987)- 18' (KomponistIn)Oi kuu(1990)- 6' (KomponistIn)
    31.10.1993 19:30, Wiener Konzerthaus, Großer Saal

  • Klangforum Wien / Furrer

    Lichtbogen(1985–1986)- 19' (KomponistIn)
    28.10.1993 19:30, Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal