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Cobra

John Zorn (1984)

Cobra wurde als System mit sehr detaillierten Regeln, aber ohne vorgefertigte Abfolge von Ereignissen (ein sogenanntes «Spielstück» oder «game piece») für eine Gruppe von Musikimprovisator:innen und Souffleur:in konzipiert. Die Komposition besteht aus einer Reihe von auf Karten notierten Stichworten und Regeln, die den Spieler:innen vorschreiben, wie sie auf die Karten reagieren sollen. Die Anzahl der Spieler:innen, die Besetzung und die Länge des Stücks sind unbestimmt, bloß der:die «Soufflierer:in» (auch: «Prompter:in») ist für das Stück unerlässlich, um die Karten nach eigenem Ermessen einzusetzen und weitere notwendige Hinweise zu geben. Da es keine traditionelle Notation gibt und die Spieler:innen improvisieren, kann das Stück von Aufführung zu Aufführung radikal unterschiedlich klingen. Wie in einem Interview aus dem Jahr 2004 ausführlich kommentiert wurde, hat Zorn «bewusst darauf verzichtet, die Regeln für seine Spielstücke zu veröffentlichen», da er der persönlichen Einweisung große Bedeutung beimisst. Zu Cobra kursieren allerdings verschiedene Arten von Fotokopien des Regelwerks. Das CD-Booklet zu Cobra: John Zorn’s Game Pieces Volume 2 enthält einen Abdruck der Stichwortkategorien.

Produktionen

2025