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Friedrich Cerha

Friedrich Cerha

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Konzert

ABSCHLUSSKONZERT
FRIEDRICH CERHA: SPIEGEL

Programm

Mitwirkende

  • Symphonieorchester Oberschützen der Kunstuniversität Graz
  • Orchester der Joseph Haydn Privathochschule Burgenland
  • Johannes Kalitzke: Leitung

Es ist einer der großen utopischen Momente einer Zeit, in der zeitgenössische Musik als Avantgarde verstanden wurde: Friedrich Cerhas Zyklus Spiegel entstand um 1960, ungefähr zeitgleich mit Elias Canettis Masse und Macht, Alfred Hitchcocks Psycho oder Jean-Luc Godards Außer Atem. Ein Orchesterwerk in Spielfilmlänge, das teilweise klingt wie elektronische Musik, das mit neuen Farben und Intensitäten arbeitet und konventionelle Erwartungen – etwa an Themen, Harmonien oder Rhythmen – mit frischem Mut zur Abstraktion komplett über den Haufen wirft. Dabei sind die Spiegel keine abstrakte Kunst; Cerha schrieb sie als Musik des Unterbewusstseins, wob persönliche Kriegserlebnisse ein, das «grenzenlose Glücksgefühl von Freiheit» als Deserteur in den Tiroler Bergen, Weltentstehungs- und Endzeitvisionen. Mit dieser ersten Gesamtaufführung im Musikverein feiert Wien Modern zum Festivalabschluss Cerhas 100. Geburtstag – mit einer Challenge für zahlreiche junge Musiker:innen der Kunstuniversität Graz und der Joseph Haydn Privathochschule Burgenland unter Leitung von Johannes Kalitzke.

Produktion Joseph Haydn Privathochschule Burgenland, Kunstuniversität Graz und Wien Modern