Kirsten Reese
Konzert, Research
KIRSTEN REESE: FUTURE FOREST
Programm
-
Kirsten Reese: Future Forest. Raumkomposition für Ensemble, Elektronik und Text-Projektion
(2025)
erweiterte Fassung 2026 UA
Mitwirkende
- Kirsten Reese: Konzept, Komposition, Research, Klangregie
- Sandra Müller: Wissenschaftliche Begleitung, Ökoakustik
- Ensemble Recherche
- Anja Clift: Flöte
- Eduardo Olloqui: Oboe
- Shizuyo Oka: Klarinette
- Klaus Steffes-Holländer: Klavier
- Christian Dierstein: Schlagzeug
- Adam Woodward: Violine
- Sofia von Atzingen: Viola
- Åsa Åkerberg: Violoncello
- Lukas Nowok: Klangregie
Ökoakustik hat sich als eigenständige Forschungsrichtung seit den 2010er Jahren etabliert, die ökologische Zusammenhänge über akustische Methoden untersucht und dabei Erkenntnisse aus Ökologie, Verhaltensforschung, Biound Psychoakustik verbindet. Die Komposition Future Forest besteht einerseits aus den verdichteten Field Recordings von Tages-Exkursionen, die die Biologin und Ökoakustikerin Sandra Müller und ich zu unterschiedlichen Jahreszeiten zu Forschungsarealen der Universität Freiburg vor allem im Schwarzwald unternahmen. Auch am Grand Ventron, dem «Parallelgebirge» zum Schwarzwald in den Vogesen, machte ich Aufnahmen gemeinsam mit dem Basler Biologen Marc Folcher, der zu Biolumineszenz am Waldboden forscht. Mit Workshop-Teilnehmer:innen besuchten Sandra und ich den Wald an der Mähderklinge mitten in Stuttgart. Für die Wiener Fassung belauschte ich den Wiener Wald: Lainzer Tiergarten und Sophienalpe, Auenwälder der Lobau. Aus allen diesen Gegenden stammen auch Aufnahmen mit Spezialmikrofonen: Hydrofonen und Erdsensoren. Zum anderen verwendet Future Forest Langzeitaufnahmen von Rekordern, die über Monate und Jahre alle zehn Minuten eine Minute aufzeichnen. Unter anderem über dieses Monitoring messen deutsche und europäische Universitäten und Institute in wissenschaftlichen Kooperationsprojekten Biodiversität im Wald. Die Wald-Plots der für Future Forest analysierten Aufnahmen befinden sich im Schwarzwald, im Solling (Niedersachsen) und in der Schorfheide (Brandenburg). Aus Wien stammen Monitoring-Aufnahmen vom Johannser Kogel. Das musikalische Material der Instrumente entwickelte ich durch Aufspüren und Herauslesen von Tonhöhen, Harmonien, Rhythmen in den Aufnahmen über verschiedene Software/Algoritmen oder über für mein Ohr wahrnehmbare Tonhöhen und Klanggesten, durch Sonifikation von Forschungsdaten sowie über Methoden imaginativer Nachahmung in Sessions mit den Musiker:innen des Ensemble Recherche. (Kirsten Reese)
Weitere Termine
Projektentwicklung in Zusammenarbeit mit dem SWR Experimentalstudio und ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart
Produktion Wien Modern und Ensemble Recherche
