Marianne Schroeder
Konzert, Performance
ANTASTEN_SCHATTEN
MARIANNE SCHROEDER
Programm
-
Marianne Schroeder,
Elfriede Jelinek: AnTasten_Schatten für Klavier und Zuspielung
(2025–2026 UA) - 75'
Auftrag Musikverein und Wien Modern - I. Prolog für Orgel - 7'
- II. Klavierdrama für anwesendes und abwesendes Klavier - 40'
- III. Epilog für Stimme - 25'
Mitwirkende
- Marianne Schroeder: Klavier, Komposition, Improvisation
- Johannes Schmelzer-Ziringer: Orgel, Klavier, Stimme, Improvisation, Tonmeister
- Elfriede Jelinek: Text, Stimme
- Constantin Wulff: Stimme
… ich bin nicht mehr da, ich bin. (Elfriede Jelinek: SCHATTEN (Eurydike sagt), 2015. Der vollständige Text ist zu lesen unter https://original.elfriedejelinek.com/fschatten.html)
SCHATTEN (Eurydike sagt), der große Monolog der toten Eurydike aus der Unterwelt, war 2013 am Wiener Akademietheater Matthias Hartmanns erste Jelinek-Inszenierung – mit Nikolaus Habjans Jelinek-Puppe, denn schließlich, so die Nachtkritik, gibt in diesem Text «die Dichterin nicht wenig von sich selbst preis». Marianne Schroeder arbeitete als improvisationsaffine Pianistin mit John Cage und Giacinto Scelsi (2005 auch bei Wien Modern zu hören). Von Jelineks starkem Theatertext schlägt sie eine Brücke zur Sehnsucht nach zwei Geliebten – Gottfried Hüngsberg und Jürg Laederach, die hier in Verkehrung des Mythos mit Eurydike aus dem Hades zurückgeführt werden. Die Hauptrolle des Abends spielt, abwesend, aber umso präsenter, Elfriede Jelineks persönliche Zeitmaschine: der Steinway-Flügel ihrer Jugend (03.11. 18:30), der die seit Jelineks Wechsel von der Musik zur Literatur verstrichenen Jahrzehnte auf höchst erstaunliche Weise hörbar macht.
Produktion Musikverein und Wien Modern mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia
Dank an Nina Heimbach
Im Rahmen der Musikverein Perspektiven: Elfriede Jelinek, kuratiert von Bernhard Günther, Stephan Pauly und Claus Philipp
