Unter uns
Konzert, Research
DIMITRI DE PERROT: UNTER UNS
Programm
- Dimitri de Perrot: Unter uns – eine Reise in die Tiefen des Bodens. Ein Deep-Listening-Theater (2024) - 60'
Mitwirkende
- Dimitri de Perrot: Idee, Bühnenbild, Musik, Sounddesign, künstlerische Leitung
- Anna Papst: Dramaturgie
- Julian Sartorius: Musik – Recherche und Ko-Kreation
- Max Molling: Sounddesign – Mix und Technische Umsetzung
- Tina Bleuler: Lichtdesign
- Patrik Rimann: Lichtdesign
- Leo Hoffmann: Bühnenbild – Entwicklung und Konstruktion
- Franziska Born: Bühnenbild – Textile Ausstattung
- Jessica Huber: Recherche, Œil extérieur
- Christoph Elias Meier: Kommunikation, Konzeptentwicklung
- Raphaël Vuilleumier: Technische Leitung
- Studio DdP: Produktionsleitung, Diffusion
Der Schweizer Klangkünstler, Regisseur, Bühnenbildner und Musiker Dimitri de Perrot lädt mit Unter uns in einen außergewöhnlichen Hörraum, in dem sich – liegend auf einer klingenden Plattform, unter einer atmenden Hülle – die ungeahnte Klangwelt im Inneren des Erdbodens körperlich erfahren lässt.
«Jede Zeit entwickelt ihre eigenen Bilder der Welt. Lange richtete sich der Blick auf das Einzelne: auf den Menschen, das Objekt, das Werk. Heute wächst das Interesse an dem, was zwischen ihnen entsteht. Beziehungen rücken in den Vordergrund. Verbindungen. Übergänge. Die Bedingungen, unter denen Wahrnehmung, Gemeinschaft und Bedeutung Gestalt annehmen. Vielleicht beginnt genau hier eine künstlerische Praxis. Nicht mit der Suche nach einem Thema, sondern mit der Aufmerksamkeit für das, was Welt entstehen lässt.
Diese Bewegung begleitet Dimitri de Perrots Arbeiten seit vielen Jahren. Sie führt durch Klang, Raum und Begegnung und entwickelt sich von Arbeit zu Arbeit weiter. Ausgangspunkt ist dabei weniger die Form einer Aufführung als die Frage, welche Erfahrungen ein Raum ermöglichen kann. Welche Art des Hörens entsteht. […] Unter uns führt diese Suche an einen Ort, der allen gemeinsam ist. Zum Boden. Der Boden trägt jedes Leben. Er verbindet Wurzeln, Pilze, Mikroorganismen, Tiere und Menschen in einem fortwährenden Prozess der Verwandlung. Er speichert Wasser, löst Stoffe, lässt Neues wachsen und nimmt Vergangenes wieder auf. Unter unseren Füßen entfaltet sich ein Gefüge, das älter ist als wir und doch jeden Schritt mit aufnimmt. Der Boden erscheint dabei weniger als Objekt unserer Betrachtung, denn als Bedingung unserer Existenz. Er trägt lange, bevor wir ihn wahrnehmen. Er verbindet lange, bevor wir ihn beschreiben. Mit jedem Schritt treten wir in Beziehungen ein, die uns bereits umfassen und die wir zugleich weiterführen. Von hier aus verändert sich auch das Hören. Klang verbindet Innen und Außen, Nähe und Distanz, Erinnerung und Gegenwart. […] Unter uns macht diese Erfahrung auf besondere Weise sichtbar. Der Boden wird zum Ausgangspunkt einer Wahrnehmung, die den Menschen wieder als Teil eines größeren Zusammenhangs erfährt. Die Grenzen zwischen Natur und Kultur, Mensch und Umwelt, Innen und Außen beginnen durchlässig zu werden. Beziehung erscheint nicht als Ergänzung zur Welt. Sie bildet ihren Ausgangspunkt.» (Studio DdP)
«Unter uns: Man sollte hingehen.» (Tagesanzeiger Zürich)
Weitere Termine
Produktion Studio DdP | Im Rahmen von Wien Modern
Koproduktion: Gessnerallee Zürich
Partnertheater: Le Centquatre Paris, Festival Archipel Genève, Nona/Broek Festival – Mechelen, Zürcher Theater Spektakel
Mit Unterstützung von Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Stiftung Corymbo, Ernst Göhner Stiftung, Else v. Sick Stiftung, Migros Kulturprozent
Dank an Dampfzentrale Bern, Lydia Kluge, Peter Sauter/Nullachtsechzehn, Roman Müller/Ballonarchiv, Schroeder fire balloons, Simon Krautheim/Johann Kogge, Urs Meier/Luft & Laune, ZAZ Bellerive – Zentrum Architektur Zürich.
