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Rebecca Saunders

* 1967 in London; lebt in Berlin

Komposition

Rebecca Saunders studierte Komposition in Edinburgh und Karlsruhe. Mit ihrer unverkennbaren und bemerkenswerten Klangsprache ist sie eine der führenden internationalen Komponistinnen ihrer Generation. Im Fokus ihres Werks liegen die plastischen und räumlichen Eigenschaften von organisierten Klängen. chroma I–XX (2003–2019), Stasis und Stasis Kollektiv (2011/2016) sind sich ausdehnende räumliche Collagen von bis zu 25 Modulen oder Klangquellen. insideout (2003), eine choreografierte Installation in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz, wurde weltweit über hundertmal aufgeführt. Für das Ensemble Musikfabrik, Donatienne Michel-Dansac und Enno Poppe schrieb Saunders Yes (2017), eine räumliche Kompositionsinstallation für die Berliner Philharmonie und die Pariser Kathedrale St. Eustache. Darüber hinaus konzentriert sich Rebecca Saunders auf Solos und Duos für Künstler*innen, mit denen sie schon lange vertrauensvoll zusammenarbeitet: darunter Blaauw (2004) und White (2015) für Doppeltrichtertrompete sowie Moving Picture 946-3 (2019−2020) von/mit Marco Blaauw, Corinna Belz und Gerhard Richter, dust (2017−2018) für Perkussion mit Christian Dierstein und Dirk Rothbrust, crimson (2004/05), Shadow (2013) und to an utterance (2020) mit Nicolas Hodges, oder The Mouth (2018−2020) mit Juliet Fraser. Gleichzeitig verfolgt Saunders weiterhin ihr leidenschaftliches Interesse für konzertante Formen: etwa mit dem Triptychon Still (2011), Void (2014) und Alba (2015) sowie mit Skin (2016) und Nether (2017/2019), jeweils für Sopran und großes Ensemble. Das Violinkonzert Still (2011) wurde 2016 mit dem Choreografen Antonio Rúz, den Tänzer*innen von Sasha Waltz & Guests, Carolin Widman und Sylvain Cambreling überarbeitet und neu aufgeführt.

Für ihre Kompositionen hat Rebecca Saunders zahlreiche international renommierte Preise erhalten, darunter den Ernst von Siemens Musikpreis (2019), den Happy-New-Ears-Preis der Hans und Gertrud Zender-Stiftung (2015), den Mauricio-Kagel-Musikpreis (2015), den GEMA-Musikpreis für Instrumentalmusik (2010) sowie den ARD und BMW musica-viva-Preis (2003). Sie wurde 2012 als Professorin für Komposition an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover berufen und ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin, München und Dresden. Rebecca Saunders’ Musik wird seit 1997 bei der Edition Peters verlegt.

www.rebeccasaunders.net