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Franck Bedrossian

* 1971 in Paris; lebt in Graz

Komposition

Nach dem Studium von Harmonielehre, Kontrapunkt, Orchestrierung und Musikanalyse setzte Franck Bedrossian seine Ausbildung zunächst mit Komposition bei Allain Gaussin fort und später in der Klasse von Gérard Grisey und Marco Stroppa am Conservatoire de Paris (CNSMDP). 2002 und 2003 besuchte er den Kurs für Komposition und Computermusik am IRCAM, erhielt Unterricht bei Philippe Leroux, Brian Ferneyhough, Tristan Murail und Philippe Manoury und schloss seine Ausbildung 1999 bei Helmut Lachenmann am Centre Acanthes und 2004 an der International Ensemble Modern Academy ab.

Seine Werke werden von Ensembles und Orchestern wie L’Itinéraire, 2e2m, Ensemble Ictus, Ensemble Court-circuit, Ensemble Modern, Ensemble intercontemporain, Klangforum Wien, Contrechamps, San Francisco Contemporary Music Players, Eco Ensemble, Diotima Quartett, Tana Quartett, BBC Scottish Symphony Orchestra, SWR Symphonieorchester und Orchestre Philharmonique de Radio France interpretiert und bei zahlreichen Festivals aufgeführt, u. a. Le Festival MANCA Nizza, Musica nova Helsinki, Festival Internacional Cervantino Guanajuato (Mexiko), RTÉ Living Music Festival (Irland), Présences (Frankreich), Festival Musica Strasbourg, Borealis Festival Bergen, Ars Musica Brüssel, Wittener Tage für neue Kammermusik, Nuova Consonanza Rom, Suona Francese Rom, Printemps des Arts de Monte-Carlo, Festival international d'art lyrique d'Aix-en-Provence, Fabbrica Europa Florenz, Wien Modern, Archipel Genf, Donaueschinger Musiktage, MaerzMusik Berlin, Sommer in Stuttgart, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, NOW! Essen, reMusik St. Petersburg, Biennale di Venezia und ManiFeste Paris.

Von 2006 bis 2008 hatte Franck Bedrossian eine Residency in der Villa Medici. Von 2008 bis 2019 lehrte er Komposition an der University of California in Berkeley; seit 2020 unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.

Seine Werke sind bei Éditions Gérard Billaudot, Verlag Neue Musik und Maison ONA verlegt. 2001 erhielt er ein Stipendium der Meyer-Stiftung und der Fondation Marcel Bleustein-Blanchet (Fondation de la vocation), 2004 den Hervé-Dugardin-Preis der SACEM; 2005 verlieh ihm die Académie des beaux-arts den Prix Pierre Cardin für Musikkomposition; 2007 erhielt er den Preis für junge Komponisten der SACEM. 2012 wurde ihm im Rahmen der Donaueschinger Musiktage für Itself der SWR-Sinfonieorchesterpreis verliehen.