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Wolfram Märzendorfer

* 1948 in Veitsch; lebt in Graz

Gitarre
 

Wolfram Märzendorfer begann mit vier Jahren, die diatonische Harmonika zu erlernen, und studierte später Gitarre. 1979 war er mit der Sängerin Marie-Therese Escribano und Aron Saltiel Mitbegründer der Gruppe Alondra; gemeinsam erforschten sie die Geschichte der sephardischen Musik und erarbeiteten zahlreiche Konzertprogramme. Zehn Jahre vor dem Gedenkjahr der Vertreibung der Sepharden 1492 machten sie mit ihren Projekten bei den Wiener Festwochen, beim Steirischen Herbst, beim Festival für mittelalterliche Musik in Burgos, in Rennes, Basel, der spanischen Botschaft in Paris und an zahlreichen anderen Orten auf einen Schatz europäischer Musikkultur aufmerksam. Im Jahr 2000 begründete Märzendorfer das Harmonikazentrum Graz, dass sich als Forschungs- und Dokumentationsstelle der Geschichte des Akkordeons versteht. Es ist ein Vortrags- und Begegnungsort, an dem weltbekannte Akkordeonist*innen wie Frank Marokko, Viacheslav Semoinov, Leonid Set-rakov u. v. a. konzertierten. Neben der musikwissenschaftlich vergleichenden Forschung der zahlreichen Varianten des Instrumentes wurde auch der sozialgeschichtliche Aspekt und die damit weltweite Verbreitung dokumentiert. Das Harmonikazentrum Graz wurde 2017 in Castelfidardo bei Ancona für seine besonderen Verdienste von der UNESCO ausgezeichnet.