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Oksana Lyniv

* 1978 in Brody (Ukrainische SSR)

Musikalische Leitung

Oksana Lyniv absolvierte von 1992 bis 1996 ein Vorstudium in den Fächern Flöte und Dirigieren an der Lyudkevich-Schule Lwiw, von 1996 bis 2003 ein Dirigierstudium an der dortigen Musikakademie (Klasse von Bogdan Dashak). Schon während ihres Studiums machte Dashak sie zu seiner Assistentin; 2004 nahm sie am ersten Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker teil, wo sie den 3. Preis gewann und ab 2005 bei den Bamberger Symphonikern Assistentin des Dirigenten Jonathan Nott wurde. Parallel dazu absolvierte sie ihr Studium in Dirigieren u. a. an der Hochschule für Musik «Carl Maria von Weber» Dresden bei Ekkehard Klemm. Von 2007 bis 2009 wurde sie vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert und besuchte seitdem Meisterkurse bei Hartmut Haenchen, Kurt Masur, Peter Gülke, Georg Fritzsch und Roland Seiffarth.

Oksana Lyniv dirigierte Konzerte und Opern in der Ukraine, in Deutschland, Frankreich, Rumänien, Österreich, Ungarn, Estland und in der Schweiz und war von 2008 bis 2013 stellvertretende Chefdirigentin am Akademischen Nationaltheater Odessa. Von 2013 bis 2017 war sie an der Bayerischen Staatsoper als Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko engagiert. Hier dirigierte sie u. a. La clemenza di Tito, Ariadne auf Naxos, Greek und Lady Macbeth von Mzensk. 2015 debütierte sie an der Kungliga Operan Stockholm mit Der Nussknacker; es folgten weitere Debüts, u. a. am Gran Teatre del Liceu in Barcelona (Der fliegende Holländer). Beim Bartok Plus Operafestival 2016 dirigierte sie mit Bartók Marathon eine szenische Aufführung sämtlicher Bühnenwerke von Bartók im Eisstadion von Miskolc. 2017 leitete sie eine Vorstellungsserie von Der Fliegende Holländer am Gran Teatre del Liceu Barcelona. Von 2017 bis 2020 war sie Chefdirigentin der Oper Graz, an der sie auch seit ihrem Abschied weiterhin gastiert. 2019 debütierte sie mit Tosca an der Deutschen Oper Berlin und mit Pique Dame an der Württembergischen Staatsoper Stuttgart sowie mit Die Jungfrau von Orléans (Tschaikowski) am Theater an der Wien.

Seit 2017 ist Oksana Lyniv künstlerische Leiterin des von ihr gegründeten internationalen Kulturfestivals LvivMozArt in Lemberg. Im selben Jahr gründete sie das Ukrainische Jugendsymphonieorchester, in dem musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche aus allen Teilen der Ukraine musizieren. Sie war Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), des Goethe-Instituts und der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung.

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