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Bernhard Lang

* 1957 in Linz; lebt in Wien

Komposition

Bernhard Lang studierte am Brucknerkonservatorium Linz und ab 1975 Komposition, Klavier, Jazztheorie, Harmonielehre an der Kunstuniversität (u. a. bei Hermann Markus Pressl und Andrej Dobrowolsky) sowie Philosophie und Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Zwischen 1977 und 1981 Komponist, Arrangeur und Pianist bei diversen Jazzgruppen; Auseinandersetzung mit elektronischer Musik und Computertechnologie; Entwicklung der Software CADMUS in C++ (Entwicklungsumgebung für computergestützte Komposition) am IEM Graz; seit 2003 intensive Beschäftigung mit Tanz, Zusammenarbeit mit Xavier Le Roy (Das Theater der Wiederholungen), Willi Dorner (Hängende Gärten/Retro, AboveUnderInBetween), Christine Gaigg (TRIKE 2004−2012) und Silke Grabinger (Moving Architecture).

Teilnahme an Festivals führten ihn u. a. zu Moskau Alternativa Festival, Moskau Modern, resistance fluctuations Los Angeles, Tage Absoluter Musik Allentsteig I und II, Klangarten, Herbstfestival Lissabon, Wien Modern, ORF musikprotokoll im steirischen herbst, Münchner Opernfestspiele, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Donaueschinger Musiktage, Salzburger Festspiele, MaerzMusik Berlin, Warsaw Autumn, Contempuls Prag, Eclat Festival Neue Musik Stuttgart, Moving Sounds New York, Wittener Tage für neue Kammermusik, Ostrava Days (2009−2015) und Moving Sounds Festival New York.

2007/2008 war er Composer in Residence am Theater Basel, 2008/2009 Capell-Compositeur der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Zu seinen Werken gehören u. a. die Opern I hate Mozart (UA 2006), Der Alte vom Berge (UA 2007), Montezuma – Fallender Adler (UA 2010), The Stoned Guest (UA 2013), Reigen (UA 2014) und Der Golem (UA 2016) sowie die Musiktheaterprojekte ParZeFool (2015−2016), Hiob (2017−2018). Cheap Opera #1 Repetitions (UA 2019) und Game 2-2-5 (UA 2020). Besondere internationale Aufmerksamkeit erhielten auch seine Werkreihen Monadologie und Differenz/Wiederholung. Im Mai 2019 wurde am Concertgebow Brügge seine Komposition HERMETIKA IX vox angeli II für Stimme, Zuspielung und neun Instrumente uraufgeführt.

Daneben Theatermusik, Filmmusik und Klanginstallationen.

Seit 2003 ist Bernhard Lang a.o. Prof. für Komposition an der Kunstuniversität Graz; 2013/14 war er Gastdozent für Komposition in Luzern; zahlreiche Lectures und Workshops führten ihn seit 2000 u. a. zu den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, Ostrava Days, IEM Graz, Universität der Künste Berlin, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Konservatorium der Stadt Wien sowie nach München, Heidelberg, Hamburg, Basel, Oslo, Kopenhagen, Madrid, London und New York.

2008 wurde ihm der Musikpreis der Stadt Wien verliehen; 2009 erhielt er den Erste Bank Kompositionspreis, 2014 den outstanding artist awards – Musik (Komposition) des BKA, 2019 den Österreichischen Kunstpreis – Musik.

members.chello.at/bernhard.lang

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