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WIEN MODERN 2010

Die Reise beginnt …

Kunst in all ihren Erscheinungsformen ist nichts Ruhendes, Abgeschlossenes, sie ist ein Prozess. So wie sich Kunst immer wieder neu erfindet, so erfindet sich auch Wien Modern immer wieder aufs Neue. Seit der Gründung durch Claudio Abbado setzt sich das Festival konsequent mit Zeitgenössischem auseinander eine gesellschafts- und kulturpolitische Verpflichtung. Wien Modern behauptet für drei Wochen, dass die Musikhauptstadt Wien eine Stadt im Hier und Jetzt ist.

Heuer ist es erstmals an mir, das Festival zu gestalten und die Verantwortung für diese so wichtige Plattform zu übernehmen. Ich lade Sie ein, Wien Modern 2010 mit allen Sinnen zu erleben. Mark Andre, Morton Feldman, Roman Haubenstock-Ramati sowie die österreichischen KomponistInnen Johannes Maria Staud, Thomas Wally und Joanna Wozny, Preisträgerin des Erste Bank Kompositionspreises, stehen im Zentrum von Wien Modern 2010. Die Förderung junger Komponisten spiegelt das Anliegen, den künstlerischen und musikalischen Humus dieses Landes zu pflegen. Das Eröffnungswochenende bestreiten das RSO, das Klangforum Wien sowie das SWR Orchester – ein bewusst gesetztes Statement der Wichtigkeit von Ensembles für die Musik der Gegenwart.

Auch und gerade wenn sich Musik der Gegenwart manchmal als ungewohnt, fremdartig, rätselhaft, ja sogar verstörend und befremdend präsentiert, so kann nur eine aktive Auseinandersetzung die Wahrnehmung verändern, Ungewohntes kann verständlich werden, Abstraktes an Klarheit gewinnen. Wien Modern 2010 ist Aufforderung und Einladung zum Dialog. Hören und sehen Sie, was jetzt komponiert wird ohne Vorgaben und ohne Elfenbeinturm.

Folgen Sie mir auf eine Reise in unbekannte Gebiete, muten Sie es sich zu!

Herzlichst Ihr
Matthias Lošek

 

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