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Helmut Lachenmann
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Wien Modern Galerie

HELMUT LACHENMANN (*1935)

Gebrochene, beschworene Magie
Notizen zu einem großteils unveröffentlichten Gespräch zwischen Helmut Lachenmann, Stefan Fricke und Thomas Schäfer

«Wie lässt sich Sprachlosigkeit überwinden, eine Sprachlosigkeit, die kompliziert wird durch jene falsche Sprachfertigkeit des ästhetischen Apparats, wie uns im Wust der losgelassenen Medien und der kulturellen Betriebsamkeit vorgegaukelt wird.» Helmut Lachenmann, der diese Worte bereits vor mehr als zwanzig Jahren – in seinem kurzen, aber zentralen Aufsatz Musik als Abbild vom Menschen (siehe auch den Abdruck dieses Textes im vorliegenden Katalog) – formulierte, meinte hier natürlich mit «Sprache» «Musiksprache», aber ohne Zweifel vermag man mit der grassierenden «Sprachlosigkeit» auch das Sprechen über Musik zu assoziieren. Wie kaum ein Zweiter hat Helmut Lachenmann in einer Vielzahl von Aufsätzen, Vorträgen, Gesprächen, Werknotizen und Glossen sein musikalisches Werk grundiert, hat wie kaum ein anderer Komponist der Gegenwart Debatten angestoßen und in diese in pointierter Form immer wieder eingegriffen. So zeigt sich Helmut Lachenmann auch in seinen Schriften als ein intensiv denkender, nachdenkender und nachdenklicher Komponist, dessen gesamte Arbeit der beschworenen wie auch immer wieder gebrochenen Magie der Musik verpflichtet ist. «Komponieren heißt», so hat Lachenmann in einem Gespräch einmal formuliert, «seinen Visionen zu folgen und sich dabei schutzlos der Öffentlichkeit zu stellen.» Diese «Schutzlosigkeit» im glücklichen Zustand einer bestenfalls freien, befreiten und losgelassenen Musik hat Helmut Lachenmann im vorliegenden Gespräch, das am 7. September 2005 in Schwaz (Tirol) geführt wurde, in verschiedenen Passagen fokussiert. Sie scheint im Laufe der vergangenen Jahre ein immer zentraleres Thema seines Denkens geworden zu sein.

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Helmut Lachenmann

Gebrochene, beschworene Magie. Notizen zu einem großteils unveröffentlichten Gespräch zwischen Helmut Lachenmann, Stefan Fricke und Thomas Schäfer, in: Katalog Wien Modern 2005, hrsg. von Berno Odo Polzer und Thomas Schäfer, Saarbrücken: Pfau 2005, S. 30-32. (pdf, 81 kb)

Frank Hilberg: Die Einheit von Denken, Fühlen und Handeln. Kommentar zu einigen Begriffen der Ästhetik Helmut Lachenmanns, in: Katalog Wien Modern 2005, hrsg. von Berno Odo Polzer und Thomas Schäfer, Saarbrücken: Pfau 2005, S. 33-35. (pdf, 76 kb)

Xavier Le Roy: Notizen zu «Mouvements für Lachenmann», in: Katalog Wien Modern 2005, hrsg. von Berno Odo Polzer und Thomas Schäfer, Saarbrücken: Pfau 2005, S. 165 f. (pdf, 65 kb)