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DIE FREUDLOSE GASSE

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 19:30 Uhr
Großer Saal

INTERPRETEN

Koehne Quartett Streichquartett
Katharina Klement Klavier
Manon-Liu Winter Klavier
Berndt Thurner Percussion

PROGRAMM

Film «Die freudlose Gasse» (Regie: G.W. Pabst, D 1925)

(Neu restaurierte Fassung, Filmarchiv Austria)

Burkhard Stangl
Musik zu «Die freudlose Gasse» (Regie: G. W. Pabst, D 1925) UA

(Kompositionsauftrag der Wiener Konzerthausgesellschaft)

ANMERKUNG

Eine Kooperation von Wien Modern, Wiener Konzerthaus & Filmarchiv Austria

ZUM PROJEKT


Greta Garbo
Greta Garbo in «Die freudlose Gasse» © Filmarchiv Austria
Ein Querschnitt menschlicher Schicksale im Wien der Inflationszeit: In der Melchiorgasse liegen Luxus und Elend nah beieinander. Hier treffen sich die Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher, Kuppler und Spekulanten. Georg Wilhelm Pabst drehte den Film, der sein Renommee als führender Regisseur des deutschen Kinorealismus begründete, im Jahre 1925. «Die freudlose Gasse» beruht auf der Bearbeitung eines 1924 erschienenen Romans von Hugo Bettauer und wurde in nur fünf Monaten realisiert. Der Stoff war hoch aktuell und politisch insofern brisant, als Bettauer exponierter Vertreter des «roten Wien» war. Noch während der Dreharbeiten wurde der Schriftsteller ermordet.

Im Auftrag des Wiener Konzerthauses schreibt der Wiener Improvisationsmusiker, Elektroniker und Komponist Burkhard Stangl, der sich für dieses ambitionierte Projekt mit dem Koehne Quartett, den Pianistinnen Manon-Liu Winter und Katharina Klement und dem Perkussionisten Berndt Thurner ein exquisites Ensemble zusammengestellt hat, eine neue Filmmusik zu dem vor achtzig Jahren heiß umstrittenen, vielfach zensierten Streifen. Im Wiener Konzerthaus, seinerzeit selbst gebaut als ein Haus nicht nur für das elitäre Bürgertum, sondern für alle Schichten, wird der Film in einer rekonstruierten Fassung von 1989 gezeigt.

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